(10.04.2014)Wondi schrieb: [ -> ]Du, der du nichts als übelste Sowjet- und Klassenkampf-Propaganda verbreitest, sagst, ich würde die Geschichte, falsch deuten? Lächerlicher geht es kaum. Ja, schwarz und weiß gibt es nicht, aber es geht darum auch gar nicht. Es ist zur Bewertung der Verbrechen im Namen des Kommunismus vollkommen unerheblich, welche hypothetischen Verbrechen der Kapitalismus möglicherweise begangen hat.
Ansonsten solltest du dich nicht anmaßen, in irgendeiner Weise meine Fähigkeit zur Selbstkritik bewerten zu wollen. Wieso sollte ich? Weil ich, im Gegensatz zu dir, normale, seriöse Quellen heranziehe und keine DDR-Schulbücher oder Mao-Folklore? Du kannst nicht bei Sinnen sein. Und meine Haltung ist erstens demokratisch und zweitens liberal. Wenn man natürlich die Begriffe "Demokratie" und "Freiheit" fundamental umdeutet, dann ist keine ernsthafte Diskussion möglich. Denn derlei Begriffe stehen fest. Vielleicht nicht zu einhundert Prozent. Aber dass das Erschießen von Leuten, die auswandern wollen oder das Inhaftieren von Leuten, die nicht nach der vorgegebenen Linie denken, alles ist, aber eben nicht "Freiheit", darüber braucht man nicht mal im Ansatz zu reden. Das ist der gesunde Menschenverstand. Normalerweise wird das von den übelsten Linksaußen auch nicht mal bestritten, nur unsäglich relativiert...du aber bist dir nicht mal für derlei Umdeutungen zu schade.
Naja, wie ich schoneinmal angemerkt habe: wenn auf einen die gesammte Zeit über mit der antikommunistischen Keule eingeprügelt wird, ist man geneigt, mit der Antikapitalistischen zurückzuschlagen.
Sicher treten dann schonmal Urteile über geschichtlichen Realitäten an zweite Stelle, die das Warum und Wofür beleuchten, auch wenn ich das anderswo sehrwohl aufgegriffen habe. Es gibt nichts, oder wenig, in der Geschichte, was nicht rationellen Ursprungs ist.
Die "Unfreiheit", die du hier anprangerst ist eine Niederlage des Sozialismus auf seinem revolutionärem Weg, doch keinesfalls sein Brandmerkmal.
Wie ich schon mehrfach angeführt habe, ist die Abschottungspolitik des sog. Ostens auf die gegebene imperialistische Gefahr im Kalten Krieg und den agressiven Charakter der führenden Sattelitenstaaten Washingtons zurückzuführen, um einen sozialistischen Aufbau überhaupt möglich zu machen. Sicher wurden hier auch viele Fehler begangen, beispielsweiße hat der Antifaschistische Schutzwall der DDR Zeit verschafft den sozialistischen Aufbau der Gesellschaft vorranzutreiben, verpasst hat es deren Spitze aber, den Sozialimus, geschützt durch eben diesen, demokratisch zu reformieren und den Schutzwall durchlässiger und zum Ende hin überflüssig zu machen. Das, so gebe ich zu, war der größte Fehler des Sozialismus auf deutschem Boden.
Zitat:Welche denn? Dass diese Staaten, denen du hier huldigst, totalitär waren bzw. immer noch sind? Dass, wenn man den eigentlichen Kampfbegriff "faschistisch" verwendet, auch diese Staaten als faschistisch bezeichnen müsse? Wenn du hergehst, und Stalin und Mao allen Ernstes nicht als die Menschenschlächter siehst, die sie sind, kannst du gleich noch Hitler reinwaschen. Auf diese Menschen geht gigantischer Massenmord zurück! Und du redest das nicht mal schön. Du erkennst es erst gleich nicht an!
Faschistisch niemals, denn der Faschismus ist, kurz gesagt der Übergang des Kapitals in seine imperialistische Phase.
Der antiimperialistische Charakter z.B. der Friedensbewegung in der DDR, die in der Singebewegung ihren heute noch anschaulichsten Ausdruck zeigt, widersprechen deiner These.
Sicher gab es Deformationen und Fehlentwicklungen, sowie Falscheinschätzungen zu hauf, doch das ist der normale Entwicklungsprozess einer neu aufkeimenden Gesellschaftsform, ihr aber im Falle des Sozialismus nicht vorzuwerfen, weil diese niemals zu den erklärten Zielen dieser neuen Gesellschaft gezählt haben, anders wie das in den erklärten Ansichten des Hitlerfaschismus der Fall gewesen ist.
Zitat:Einen Leugner von Massenmorden bezeichne ich immer als Idioten. Und der Dogmatiker bist allein du. Die ganze Welt weiß, was geschehen ist. Die ganze Welt hat es gesehen. Oder gespürt. Oder meinst du, der Ostblock wäre zerfallen, wenn es dort blühende Landschaften in Frieden und Eintracht gegeben hätte.
Merkst du nicht, wie sich deine Argumentationsstruktur an die angleicht, die ein gewisser anderer Herr im Thread zu den verschwörungstheorien verwendet? Du bist der HeavyMetalNeverDies! der Geschichtswissenschaft. Stellst alle offensichtlichen Tatsachen infrage, bezichtigst deine Gegner als Dogmatiker und als Opfer von Propaganda und unseriösen Quellen und bist eigentlich allein selbst der Dogmatiker und hängst an simpler Propaganda.
Mit dem Wort "alleine" wäre ich hier vorsichtig. Es war mir eigentlich schon bewusst, dass ich mit der Bezeichnung "Dogmatiker", in ein Fettnäpfchen trete, was ihr (und damit meine ich der mir abgeneigten Personen) nur zu sehr erwartet habt. Ok, in gewisser Weise darf dies zutreffen, aber in gewisser Weise trifft das hier auf viele Personen zu, die sich einem bestimmten Kurs verschworen haben. Auch du Wondi, kannst dich davon nicht freisagen.
Und naja, simpler "Propaganda" anzuhängen versuche ich stehts zu vermeiden. Bei mir, so ist es von mir gewollt, steht immer das Objektive vor dem Subjektiven. Ich ziehe meine Schlüsse erst, wenn ich zu einem Thema ausreichent Information bezogen habe, von allen Seiten, so scheue ich auch keine Feindpropaganda, sondern versuche sie zu analysieren und so fern es mir gelingt, ihren Keim zu finden und zu widerlegen durch aufgeklärte Fakten, die mir die unverfremdeten Geschichtsbücher liefern bzw. die, welche die bildkräftige Propaganda des Westens verschweigt und welche wieder einen ganz anderen Blick auf die geschichtlichen Realitäten zulassen.
Zitat:Ah, ein Professer der Karl-Marx-Universität, soso...und das ist dann seriös, wenn ein Kommunist über einen Mao schreibt? Soll ich dir was verraten? Wenn ein Nazi über Hitler schreibt, wird er sich auch in Lobeshymnen verlieren. Ist das dann auch eine seriöse Quelle? Wenn ich "Mein Kampf" lesen würde, wäre das auch aus erster Quelle. Ist das dann gut? Oder müsste ich es vielmehr äußerst kritisch prüfen? Und genau so verhält es sich mit deinem komischen Buch. Wie heißt es denn? Wer ist der Professor? Wo ist es erschienen?
"Herziehen", wie man dieses Wort im Zusammenhang mit der Bewertung eines Massenmörders verwenden kann, ist fast schon Volksverhetzung.
Deine Vergleiche hinken, der Sozialismus hat es niemals als seine Aufgabe betrachtet ethnische Minderheiten auszurotten, wie es der deutsche Faschismus offenkundig zu seinen Zielen erklärte.
Der Sozialismus, sofern er einer ist, handelt stehts aus zutiefst humanistischen Grundsätzen und hat die Gleichberechtigung aller Menschen, eingeschlossen ihrer ethnischen Herkunft und ihrem Stand zum Ziele.
Namentlich ist der Autor des Buches, welches ich z.Z. lese: Prof. Dr. Helmut Peters.
Und das Buch: "Die V.R. China, aus dem Mittelalter zum Sozialismus.
Auf der Suche nach der Furt."
Erschienen im: "Neue Impulse Verlag" Fassung: 2009
Zitat:Erstens wiegt ein intelligenter Mensch nicht Verbechen der einen Seite mit Verbrechen der anderen Seite auf. Du gehst hier schon die ganze Zeit wie selbstverständlich davon aus, dass man automatisch alles gut finden müsse, was die USA und "der Westen" tun und je getan haben, nur weil man nicht gut findet, was im Namen des Kommunismus getan worden ist. Durch diese schwarz-weiß-Haltung erweißt du dich als der Dogmatiker. Denn für dich muss man entweder "für" die eine Seite sein, oder "für" die andere Seite. Genau das aber ist ja das Lächerliche an diesem Vorwurf, den du einem pluralistisch denkenden, liberalen, demokratischen und in gewisser Weise kosmopolitischen Gegenüber machst.
Zweitens ist es schlicht menschenverachtend, wenn du die Opfer des Unrechtsregimes derart herabwertest, indem du irgendwelche anderen Konflikte, hier einen Krieg auf dem ewigen Pulverfass Balkan, als Vergleich heranziehst.
Wenn ich sage: "Die DDR war böse". Dann müsstest du widerlegen, dass sie es war. Das ist aber logischerweise unmöglich, denn sie war "böse". Da sagst du: "Aber die anderen haben auch böse Sachen gemacht". Klar haben sie das gemacht, das bestreitet auch keiner, aber das ist nicht das Thema. Wenn irgendeiner jemanden umbringt, kannst du nicht einfach auch jemanden umbringen, nur weil das ja der andere auch gemacht hat. Was ist das für ein kindisches Weltbild?
Und da wären wir wieder bei dem schwarz-weiß-Denken, was du mir vorwirfst.
Hier kategorisierst du wieder nach "gut" und "böse".
Antworten kann ich darauf nur, auf welchen Grundsätzen, welche Politik betrieben wurde.
Entweder um den Einfluss des Kapitals zu mehren, sich neue Rohstoffmärkte und billige Arbeitskräfte zu sichern, wie es der Kapitalismus seit seines Bestehens betreibt, oder den humanistischen Grundsätzen der Politik des Sozialismus, mit dem Ziel des Kommunismus als der höchsten Stufe der menschlichen Selbstbestimmung ohne irgendwelche Herren, denen er zu gehorchen hat.
Um dein Beispiel auf zu führen: Stehts hat sich die DDR als das
"bessere" (ohne die Begriffe "gut" oder "böse" verwenden zu wollen) z.B.: als sie vielen Vietnamesen und anderen Bündnispartnern eine gute Ausbildung in der DDR gewährte, die sie mit in ihre Heimat nehmen konnten, der Gewährung politischen Asyls für die chilenische Bevölkerung nach dem vom Westen so beabsichtigtem faschistischen Umsturzes, der hunderttausende das Leben kostete, übrigens ganz im Gegensatz zur BRD.
Dem Recht auf Arbeit und die sozialen Errungenchaften, wie: ein (bezahlbares) Zuhause für Jedermann, Nutzung aller öffentlichen Einrichtungen fast endgeldlos, Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders, und, und, und.... die Liste lässt sich beliebeig fortführen, wohingegen im Westen in der Nachkriegszeit vor allem die Kapitalisten und Zöglinge des NS-Regimes auf ihre Kosten kamen.
Die Arbeitsrechte, die ihnen im Westen zu Teil wurden, waren oftmals auch nur Ergebnis des sozialen Drucks der UdSSR, welcher auf der Bundesregierung lastete.
Und auch heute versucht das Kapital zu kürzen wo es geht, Sozialabbau sollte selbst dir kein Fremdwort mehr sein.
Überall wo sich das Proletariat, seine Errungenschaften, nur durch ständigen Kampf und Niederlagen erhalten kann, ist es nicht frei/ wird es unterdrückt, und das ist gegenwärtig hier der Fall!