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Elektroautos - Wo bleiben sie? - Druckversion

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RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 28.12.2018, 18:08

Man muss halt auch mal von den Gedanken wegkommen das man das "Elektroauto bequem zuhause laden" kann.

Das geht vielleicht für die wenigen mit Eigenheim und entsprechenden Stellplatz, allerdings wohnt ein Großteil der Deutschen nicht im eigenen Haus und hat keinen Stellplatz an dem man mal eben eine Ladesäule aufstellt. Das ist Wunschdenken von einigen wenigen.

Zumal erschwerend hinzukommt das die meisten Kurzstreckenfahrer halt eher Stadtbewohner sind, die am ehesten ein Elektroauto verwenden könnten, aber am seltensten eine geeignete Lademöglichkeit haben.

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  Das fehlen von Körperkraft und Ausdauer ist ja der Grund warum selbst 500m kurze Strecken gefahren werden müssen.Undecided

Du bist dir bewusst das es Menschen gibt die nicht gut zu Fuß sind und deswegen 500 Meter fahren?

(28.12.2018)rtry schrieb:  Die Wahl ist auf einen Opel Ampera gefallen.

Der Wagen hat das entscheidende Problem ein Opel zu sein, was leider jedigliches Nutzungsinteresse auf meiner Seite im Kern zunichte macht.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Leon - 28.12.2018, 18:08

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  
(28.12.2018)mowny schrieb:  25-Kilo-Blöcken.
Wer hebt denn sowas mit seinen Spaghettiärmchen heute noch?
25 kg ist auch zu viel. Für Frauen wird laut Arbeitsschutz auch für gelegentliches Heben als Maximum 15 kg empfohlen (bei Männern je nach Alter 35-55 kg).

Das mit dem Bergauffahren ist eh nicht relevant. Das Reichweitenproblem existiert genauso auf gerader Strecke.
Vor dem Bergauffahren in ein Elektroauto einen Zusatzakku zu packen erhöht sogar den Verbrauch doch auch. Dann sollte man lieber einfach den Akku leerfahren und ggf. unterwegs nachladen.

Btw. ein kleines Rechnenbeispiel zum Zusatz-Wechselakku: Der Akku vom Renault Zoe hat 41 kWh und wiegt 305 kg, das sind 0,134 kWh/kg. Ein Akku mit 15 kg hätte dann theoretisch 2,02 kWh. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von ca. 20,3 kWh/100km (ADAC-Test) käme man damit 9,9 km weit. Das lohnt sich nicht wirklich, bzw. man könnte in der gleichen Zeit lieber den Fahrzeugakku laden und kommt damit dann sogar weiter ohne irgendwelches Zusatzgewicht oder Zusatzkosten abgesehen vom Laden.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - HeavyMetalNeverDies! - 28.12.2018, 18:30

(28.12.2018)Leon schrieb:  
(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  
(28.12.2018)mowny schrieb:  25-Kilo-Blöcken.
Wer hebt denn sowas mit seinen Spaghettiärmchen heute noch?
25 kg ist auch zu viel. Für Frauen wird laut Arbeitsschutz auch für gelegentliches Heben als Maximum 15 kg empfohlen (bei Männern je nach Alter 35-55 kg).

Das mit dem Bergauffahren ist eh nicht relevant. Das Reichweitenproblem existiert genauso auf gerader Strecke.

Wir haben kein Elektroautoreichweitendefizitproblem, vielmehr ein Hochgeschwindigkeitsbahnverbindungsdefizitproblem. Niemand würde in den langsamen Kisten herumkurven wollen wenn es adäquate Hochgeschwindigkeitsbahnen gäbe, gesetztenfalls sie wären auch noch pünktlich. Aber da scheint Deutschland als Autoland interessanterweise ein Extrembeispiel zu sein. Ich frag mich ob die Vorstände der deutschen Bahn von der Autolobby gekauft sind.

Genau genommen könnte man bei genügend guter Bahninfrastruktur auch das Auto auf den Zug aufladen und sich so die Autobahnkilometer sparen. Dass man überhaupt über 200 km mit dem eigenen Auto fahren muss ist ja eher eine Notlösung die durch das Nichtvorhandensein einer besseren Alternative zustandekommt. Pinkie approved


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Leon - 28.12.2018, 18:53

Die Rechnung geht nicht ganz auf. Reisebusse haben teilweise eine bessere CO2-Bilanz als Züge im Fernverkehr. Selbst sparsame Autos mit Verbrennungsmotor sind nur geringfügig schlechter als die Bahn, Elektroautos sind mindestens vergleichbar gut oder besser.
Ganz abgesehen davon ersetzt der Zug maximal Verbindungen zwischen Städten. Sobald man auf das Land oder einfach nur in die Vorstadt fahren will, hat man mindestens starke zeitliche Einschränkungen oder gar keine ÖPNV-Verbindung.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - HeavyMetalNeverDies! - 28.12.2018, 19:18

(28.12.2018)Leon schrieb:  Die Rechnung geht nicht ganz auf. Reisebusse haben teilweise eine bessere CO2-Bilanz als Züge im Fernverkehr. Selbst sparsame Autos mit Verbrennungsmotor sind nur geringfügig schlechter als die Bahn, Elektroautos sind mindestens vergleichbar gut oder besser.

Stammt das aus, von Ölindustrie finanzierten "Studien"? Mittlerweile weiß man nämlich schon gar nicht mehr was man glauben soll. Ich gehe aber mal davon aus, dass man mit Strom betriebenen Bahnen auch aus 100% erneuerbaren betreiben kann und die weiters keine Akkus brauchen um wo hin zu fahren. Es ist von der Logik her einfach schlichtweg unvernüftig weite Strecken mit dem Auto zu fahren. Von daher wäre es wesentlich besser die Infrastruktur in Richtung mehr Highspeed-Züge umzubauen als in unserem schlechten System einfach die Energieform zu ändern.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 28.12.2018, 19:31

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  Dass man überhaupt über 200 km mit dem eigenen Auto fahren muss ist ja eher eine Notlösung die durch das Nichtvorhandensein einer besseren Alternative zustandekommt.

Für dich vielleicht. Ich glaube viele fahren aber auch mit dem Auto weil Zugfahren halt Furzlangweilig ist oder weil es generell die bessere Möglichkeit bietet Dinge zu transportieren. Nen Kofferaum voll Zeug mit dem Zug wegfahren? Extrem unangenehm! Generell Zugfahren? Extrem Unangenehm! Weil mitreisende Grundsätzlich nervig sind!

Erfahrungsgemäß hat Schnellzugfahren auch gerade bei Strecken <200 Kilometer kaum Geschwindigkeitsvorteile, weil ich nur ganz selten von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof muss. Tatsächlich muss ich meistens (überaschung) von meiner Wohnung aus zu einem Ziel in den äußeren Bereich der Stadt und gerade zu blöden Tageszeiten reicht die Zeit um auf die U-/Straßenbahn zu warten aus, um mit dem Auto imaginär schon auf die Autobahn zu fahren.

Gerade wenn ich nach München will, sehe ich das extrem oft das zwar der Zug (ICE) nur eine Stunde braucht, aber halt von Bahnhof zu Bahnhof. Am Ende ist man dann gerne mal 1:50 - 2:40 unterwegs, während man mit dem Auto teilweise nur 1:30 bis 1:40 von Tür zu Tür braucht. Wenn man jetzt noch in die Rechnung mit einbezieht, das ich gerne mal 160 fahre, dann fahre ich nur noch 1:20 von Tür zu Tür.  


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - HeavyMetalNeverDies! - 28.12.2018, 19:57

(28.12.2018)Herrmannsegerman schrieb:  Ich glaube viele fahren aber auch mit dem Auto weil Zugfahren halt Furzlangweilig ist...

Das ist mMn. auch der Hauptgrund. Wir haben einfach viel zu mittelalterliche Züge. So geht das:





Hätten wir sowas würden sich die Leute fragen warum sie mit 140km/h dahinschleichen sollen. Die Autoindustrie hat erkannt dass sie ein Erlebnis bieten muss. Der Bahn fehlt sowas noch.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Leon - 28.12.2018, 20:06

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  Stammt das aus, von Ölindustrie finanzierten "Studien"? Mittlerweile weiß man nämlich schon gar nicht mehr was man glauben soll.
Nein, das beruht sogar auf auf Zahlen vom VCD, der sich für umweltbewusste Verkehrsmittel einsetzt (und einem Bericht aus der Zeit).

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  Es ist von der Logik her einfach schlichtweg unvernüftig weite Strecken mit dem Auto zu fahren. Von daher wäre es wesentlich besser die Infrastruktur in Richtung mehr Highspeed-Züge umzubauen als in unserem schlechten System einfach die Energieform zu ändern.
Auch wenn man von den allgemeinen Nachteilen von Fernverkehrszügen wie die hohen Preise, keine Nachtverbindungen oder mangelnder Platz für Gepäck absieht, haben Autos noch einen weiteren Vorteil: Man hat immer ein Verkehrsmittel vor Ort. Man muss bedenken, dass der Bahnhof, an dem der ICE hält selten auch das eigentliche Ziel ist. Wenn man nicht gerade in ein Stadtzentrum will, gibt es praktisch keine Alternativen zu einem Auto. Gerade auf dem Land funktionieren alternative Dinge wie ÖPNV und Carsharing auch nur sehr begrenzt und Taxi fahren ist ziemlich teuer.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 28.12.2018, 20:26

(28.12.2018)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  Hätten wir sowas würden sich die Leute fragen warum sie mit 140km/h dahinschleichen sollen. Die Autoindustrie hat erkannt dass sie ein Erlebnis bieten muss. Der Bahn fehlt sowas noch.

140? Also bitte. Ich bin professioneller Deutscher.

Wobei ein Transrapid jetzt auch nicht viel lustiger ist als ein ICE und das Problem der übel riechenden Mitreisenden bleibt. Es steht halt statt 320 465 da, aber das war es dann auch.

Im übrigen finde ich das Erlebnis auch ein Problem der Elektroautos ist. Wenn wir jetzt mal rein hypotisch davon ausgehen das ich Sinnvollerweise ein Elektroauto kaufen könnte, weil ich eine Garage zum Laden hätte und weniger Fernstrecke fahren würde, dann würde es im Moment kein wirkliches Auto geben bei dem ich sage, jawohl, das ist es. Das einzig interesannte ist halt der Elektrosmart, weil es sicherlich ein lustiges kleines Go-Kart ist, aber so einen richtig schönen Elektrowagen mit Kofferraum haben ich bisher nirgendwo gefunden. Es gibt halt Tesla, aber die gefallen mir absolut nicht.

Interesannt wäre für mich vor allem etwas, das in die Richtung des Renault Simbioz geht, aber sowas habe ich bisher noch nicht wirklich gefunden. Ich würde aber schon wollen, das mein nächster Wagen automatisch fahren kann, weswegen ich im Moment sowieso kein anderes Auto kaufen wollen würde.  


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Markus - 29.12.2018, 00:51

Bezüglich extra Akku für Bergfahrten: Ich bin ja gespannt, wann die ersten E-Auto-Fahrer wegen einer Mischung aus Reichweitenangst und mangelndem technische Verständnis von Bremsversagen aufgrund von Überhitzung der Bremse überrascht werden.

Ein sehr großes, real existierendes Problem ist nämlich nicht etwa fehlende Energie, um nach oben zu kommen. Nein, es ist das genaue Gegenteil davon: Energieüberschuss, wenn man oben am Gipfel (zu viel) geladen hat und folglich auf dem Weg nach unten keine Rekuperation möglich ist, da der Akku bereits voll ist. Dann muss 100 % der potentiellen Energie von den Bremsen geschluckt werden. Ist dann so, als würde man bei einem Verbrenner auf die Motorbremse verzichten und im Leerlauf den Berg runter rollen. Nur dass das Auto wegen dem Akku natürlich nochmal mehr wiegt... Viel Spaß damit.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 29.12.2018, 09:52

Eine moderne PKW-Bremse an europäischen Bergen richtig zu überhitzen ist etwas, für das man sich schon sehr anstrengen muss oder ein Französisches Auto fahren muss. Sofern Elektroautobremsen nicht viel zu klein dimensioniert sind, sehe ich diese Gefahr nicht so wirklich.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Markus - 29.12.2018, 12:00

Der Vollständigkeit halber, habe ich gerade nochmal die Quelle rausgesucht, die mich auf die Idee gebracht hat:
https://www.focus.de/auto/ratgeber/sicherheit/tid-34592/zu-hohe-belastung-bei-stromern-befuerchtet-haben-elektroautos-ein-bremsproblem_aid_1154136.html

Denke, das ist schon plausibel, wie das dort erklärt wird.
Dass moderne PKW in der Regel keine Probleme haben, ist wahr. Aber gibt es wirklich Autofahrer, die so dumm sind, am Gebirgspass bergab den Motor komplett auszukuppeln? Vermute, das wird kaum jemand machen, aber wenn du im E-Auto sitzt und dein Akku voll ist, hast du keine Wahl, dann ist es so.

Natürlich alles eine Frage der Dimensionierung. Gibt bei den Zulieferern genügend hoch entwickelte Bremsen mit Keramik und anderem hightech, die derart extreme Belastungen spielend bewältigen können. Aber ob die Hersteller das auch einbauen? Man darf nicht vergessen, dass E-Autos im Alltag normalerweise die Bremse so gut wie nie brauchen. Sofern der Akku oben leer ist, kannst du vermutlich den kompletten Gebirgspass runter fahren, ohne ein einziges Mal zu bremsen. Das einzige, wozu du sie brauchst, sind Notbremsungen und eben als Backup, wenn der Akku voll ist. Dimensioniert man die Bremsen nun so großzügig, dass sie für den Extremfall eines Fahrers, der oben am Berg (aus eigener Dummheit!) den Akku auf 100 % geladen hat, sind sie für alles andere massiv überdimensioniert. Ob die Hersteller das machen, darf bezweifelt werden.

So oder so, macht extra Laden oben am Berg, bzw. auf dem Weg nach oben einfach keinen Sinn. Selbst wenn die Bremsen das überstehen, ist es eine völlig unnötige Belastung. Natürlich kann man vorher unten im Tal ruhig voll laden, bzw. sollte mindestens so viel laden, dass es bis nach oben reicht. Aber mehr als das braucht es nicht. Wenn man mit 5 % Restladung oben ankommt, ist das eigentlich was gutes. Die Hälfte von dem, was man beim Hochfahren verbraucht hat, bekommt man auf dem Weg nach unten wieder zurück.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - HeavyMetalNeverDies! - 29.12.2018, 12:23

Klimaanlage an, Radio an, Licht an, dann ist der Akku schon nicht mehr voll. Eeyup


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 29.12.2018, 14:46

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  Dass moderne PKW in der Regel keine Probleme haben, ist wahr. Aber gibt es wirklich Autofahrer, die so dumm sind, am Gebirgspass bergab den Motor komplett auszukuppeln?

Weißt du was deine Automatik macht, wenn du den Berg runterfährst? Meine benutzt jedenfalls keine Motorbremse, und offen gesagt sind PKW-Bremsen zu deutlich mehr fähig als einen Gebirgspass ohne Motorbremse runter zu fahren. Wenn Straßenwagen mit Gebirgspässen Probleme bekommen würden, dann würde kein einziger Serienwagen eine Runde auf der Norschleife überstehen oder sicher einen Anhänger ziehen können.

Das hier, das überlastet eine Bremse:





Und das sind 11 Bremsungen aus Tempo 200, und dabei wird die Bremse nur sehr heiß, und geht nichtmal kaputt. Hat man natürlich chinesische Billigteile verbaut, können die nach so einer Belastung aber wirklich mal kaputt gehen.

Der ADAC und Tesla selber schreiben ja sogar noch, das sie das Problem für nicht existent halten und aus meiner Erfahrung heraus, kann ich das bestätigen. Neulich bin ich sogar mit einem Serienmäßigen A3 mit normaler Motorisierung mehrere Bergpässe hintereinander ohne Motorbremse rauf und runter gefahren, und da habe ich in der Bremse mehr den Abnutzungsgrad der Bremsen gespürt (Die echt runter waren) als Hitzebedingte Probleme, von daher denke ich nicht das man hier Gefahrbringende Situation erwarten muss.

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  Natürlich alles eine Frage der Dimensionierung. Gibt bei den Zulieferern genügend hoch entwickelte Bremsen mit Keramik und anderem hightech, die derart extreme Belastungen spielend bewältigen können.

Ich gehe sogar davon aus das die meisten Elektroautos im Moment Bremssysteme aus konventionellen PKWs besitzten, da Gleichteilpolitik. Zumindest bei solchen Modellen wie dem e-Golf bin ich mir sogar fast sicher.

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  So oder so, macht extra Laden oben am Berg, bzw. auf dem Weg nach oben einfach keinen Sinn. Selbst wenn die Bremsen das überstehen, ist es eine völlig unnötige Belastung.

Richtig, das mancht natürlich keinen Sinn. Ich meine aber auch fast, das die wenigsten Autos einen Gebirgspass wirklich noch zu Gesicht bekommen.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Markus - 29.12.2018, 17:10

(29.12.2018)Herrmannsegerman schrieb:  Weißt du was deine Automatik macht, wenn du den Berg runterfährst?
Ja, das weiß ich sehr genau: Meine alte A-Klasse mit klassischem Wandlergetriebe konnte Motorbremse einsetzen und VW Golf Plus mit Doppelkupplungsgetriebe macht es ebenfalls. Der VW sogar etwas stärker als der Mercedes (aber noch immer weniger aggressiv / mit einer stärkeren zeitlichen Verzögerung, als man es manuell machen würde). Mit etwas Übung kann man es sogar rein über Gas- und Bremspedal ganz gut steuern: Mehrmals kurz und kräftig auf die Bremse treten hat keinen Effekt, erst ab ca. 3 Sekunden vorsichtigem Dauerbremsen schaltet er runter. Und sobald er einmal runtergeschaltet hat, bleibt er dann auch wenn man von der Bremse runter geht einige Zeit im 2. oder 3. Gang und lässt den Motor entsprechend hoch drehen. Möchte man am Ende einer Geschwindigkeitsbegrenzung dann wieder schneller fahren, hat das manchmal auch den etwas lästigen Effekt, dass ich an einem sehr steilen Berg, wo freies Rollen zur Beschleunigung eigentlich locker reichen würde, (vorsichtig) Gas geben muss, um dem Auto zu signalisieren, dass es wieder hochschalten soll.

(29.12.2018)Herrmannsegerman schrieb:  oder sicher einen Anhänger ziehen können.
Eventuell ein Grund dafür, dass viele E-Autos gar keine Anhänger ziehen dürfen? AJ hmm

Ich glaube auch ganz konkret, dass Tesla wohl kein Problem haben wird, weil die ja als Sportwagen ausgelegt sind. Von daher haben die auch sicher ordentliche Bremsen. Interessant wird es eher bei Smart, Nissan und ähnlichen Öko-Verzichts-Modellen, wo an allen Ecken und Enden gespart wird.

(29.12.2018)Herrmannsegerman schrieb:  Richtig, das mancht natürlich keinen Sinn. Ich meine aber auch fast, das die wenigsten Autos einen Gebirgspass wirklich noch zu Gesicht bekommen.
Na immerhin sind wir uns an dem Punkt einig. Twilight smile
War auch das, worum es mir hauptsächlich ging. Fand einfach die Diskussion über Booster und Zusatzakkus im Kofferraum, damit man den Berg hoch kommt, ziemlich abwegig.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Railway Dash - 29.12.2018, 18:59

Rekuperation nicht möglich, weil der Akku schon voll ist? Kein Problem: man baue einfach einen “Dachgarten“ aus Bremswiderständen aufs Dach, im denen überschüssiger Strom der E-Bremse verheizt wird ----> Problem gelöst Trollestia RD laugh, und das, ohne die mechanische Bremse bzw. Teile von ihr aufzurauchen RD laugh RD wink

Für mich kommt ein E-Auto in absehbarer Zukunft ohnehin nicht in Frage: für mein weniges Fahren entschieden zu exorbitant teuer und keine Lademöglichkeit vorhanden Shrug Ich bin einer von denen ohne Garage oder Ladesäule am Straßenrand oder auf der Arbeit


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Adama - 29.12.2018, 19:25

Zumidnestens moderne Wandlerautomatiken sind in der Lage zu Segeln. Das DSG kann es technisch eh.

Moderne Autos entscheiden es je nach Fahrsituation und Straße vor dem Auto(datem vom Navi) ob sie das tun. Bergab macht es schon Sinn den Motor eingekoppelt zu lassen. VW macht sowas afaik nicht, und die Golfs 7 die ich gefahren bin sind mir bistjezt immer mit schlechtem und relativ ruppigen schaltverhalten aufgefallen. Wer's mag...


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 29.12.2018, 20:17

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  Ja, das weiß ich sehr genau

Das ist ja interessannt, ich kenne das ähnlich. Er lässt aber halt das Motorbremsen nur ein einem relativ engen Rahmen zu, der enger ist als der indem ich einen Schaltwagen bremsen lassen würde. Wenn ich mehr Bremsen will, muss ich daher manuell runterschalten und so kenne ich das auch von Audi.

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  Eventuell ein Grund dafür, dass viele E-Autos gar keine Anhänger ziehen dürfen? AJ hmm

Ich glaube auch ganz konkret, dass Tesla wohl kein Problem haben wird, weil die ja als Sportwagen ausgelegt sind. Von daher haben die auch sicher ordentliche Bremsen. Interessant wird es eher bei Smart, Nissan und ähnlichen Öko-Verzichts-Modellen, wo an allen Ecken und Enden gespart wird.

Ich bin da nicht wirklich unzuversichtlich, da man eigentlich beim Thema Bremsen schon halbwegs gute Teile verwenden muss um keine Probleme bei der Vollbremsung zu kriegen.

Tatsächlich werden für Elektroautos aber mittlerweile andere Teile entwickelt, da die Bremsscheiben von gerade oft in der Stadt gefahrenen Elektrowagen Gefahr laufen schnell zu sehr zu verrosten oder eben zu verglasen weil sie zu wenig benutzt werden. Vorteilhaft bei Elektrowagen ist aber, das die Teile nicht so hart (also Verschleißfest) sein müssen.

Elektroautos kriegen im übrigen meist keine Anhängerkupplung, da die Last durch den Anhänger wohl schnell die Reichweite stark veringern würde. Es gibt aber für manche Elektroautos (wie dem Zoe) Kupplungen zum Nachrüsten, also scheint das prinzipiell zu funktionieren wenn einem die Reichweite egal ist. (Ganz ehrlich: Mit einem 88 PS - Kleinwagen will man aber glaube ich auch nicht wirklich Anhänger ziehen)

Das Problem gibt so ähnlich auch mit Benzinern. Ich mit unserem A4 mal einen Anhänger gezogen der deutlich über eine Tonne wiegt und der Verbrauch von dem 2.0 TFSI (der so schon nicht wenig braucht) ist halt wirklich Atemberaubend. Ich weiß nicht ob man da mehr als 500 Kilomter aus den 50 Litern im Tank holt.

Das ganze wird für Reiter oder Wohnwagenfahrer im Moment mit den Dieselfahrverboten ein Problem, da viele Unterhaltskostentechnisch sinnvolle Zugmaschinen unter die Fahrverbote fallen und als Alternative nur teure Neuwagen oder große Benzinwagen oder Geländewagen mit Benziner fallen, die aber halt extreme Verbäuche aufweisen.

(29.12.2018)Dashlight schrieb:  Na immerhin sind wir uns an dem Punkt einig. Twilight smile
War auch das, worum es mir hauptsächlich ging. Fand einfach die Diskussion über Booster und Zusatzakkus im Kofferraum, damit man den Berg hoch kommt, ziemlich abwegig.

Ja, das ist wohl war.

Selbst wenn wir in der Debatte bleiben: Alpenpässe sind deutlich kürzer als man meint. Ich wahr dieses Jahr eigentlich nur zum Passfahren (Deswegen ist mir die Performance auf Pässen auch wichtig, weil ich das Auto auf irgendwie für Autoreisen habe) ein paar Tage in der Schweiz und der Interesannte Teil eines Passes ist vielleicht 20-30 Kilometer lang; Mit Komplettpasslängen von unter 100 Kilometern. Solange ich keinen E-Smart oder I-Miev der allerersten Generation da hochprügle, sehe ich da weniger Probleme wenn es um das überhaupt am anderen Ende ankommen geht.

(29.12.2018)Railway Dash schrieb:  Rekuperation nicht möglich, weil der Akku schon voll ist? Kein Problem: man baue einfach einen “Dachgarten“ aus Bremswiderständen aufs Dach, im denen überschüssiger Strom der E-Bremse verheizt wird ----> Problem gelöst Trollestia RD laugh, und das, ohne die mechanische Bremse bzw. Teile von ihr aufzurauchen RD laugh RD wink

Ich wollte es schon sagen, aber es wäre schon etwas unnötig.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Meganium - 29.12.2018, 20:28

Zitat:(Ganz ehrlich: Mit einem 88 PS - Kleinwagen will man aber glaube ich auch nicht wirklich Anhänger ziehen)
Ein hoch auf den Verbrenner, der kein Kleinwagen ist. Mit weniger PS den ganzen Traktor aus dem Matsch zu ziehen und zu schleppen ist schon cool. Sollte man aber nur mit verstärkten Antriebsteilen durchführen. Gerade die Kurbelwelle ist ein oftmals vernachlässigtes Bauteil.


RE: Elektroautos - Wo bleiben sie? - Herrmannsegerman - 29.12.2018, 20:36

(29.12.2018)Meganium schrieb:  
Zitat:(Ganz ehrlich: Mit einem 88 PS - Kleinwagen will man aber glaube ich auch nicht wirklich Anhänger ziehen)
Ein hoch auf den Verbrenner, der kein Kleinwagen ist. Mit weniger PS den ganzen Traktor aus dem Matsch zu ziehen und zu schleppen ist schon cool. Sollte man aber nur mit verstärkten Antriebsteilen durchführen. Gerade die Kurbelwelle ist ein oftmals vernachlässigtes Bauteil.

Russische Hardcore-Geländewägen habe ich mangels Modellauswahl mal nicht repräsentativ in der Aussage betrachtet.  RD laugh

Vielleicht wäre Mit einem 88 PS - Kleinwagen aus Frankreich will man aber glaube ich auch nicht wirklich Anhänger ziehen auch eine treffendere Aussage.

Oder:

Mit einem 88 PS - Kleinwagen aus Frankreich will man aber glaube ich auch nicht wirklich Anhänger ziehenfahren