Bronies.de
Selbsternannte "Systemgegner" - Druckversion

+- Bronies.de (https://www.bronies.de)
+-- Forum: Off-Topic (https://www.bronies.de/forumdisplay.php?fid=11)
+--- Forum: Diskussionen (https://www.bronies.de/forumdisplay.php?fid=14)
+--- Thema: Selbsternannte "Systemgegner" (/showthread.php?tid=23759)

Seiten: 1 2 3 4


Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 09.12.2015, 12:50

So, dann mach ich hier auch mal einen Thread auf.
Falls es das schon gibt entschuldige ich mich, aber die SuFu hat nix ausgespuckt
Und zwar geht es mir um selbsternannte "Systemgegner"

Ich sehe sie oft in Youtubekommentaren oder auf Facebook.
Sie meinen wir leben in einem System das von Eliten regiert wird und dass wir nur Sklaven sind. Außerdem kommen sie dann mit Sachen an, wie z.B., dass man die Schule nichtmehr besuchen sollte, und dass doch alles von den Eliten nur gemacht wurde um uns auszunutzen.

An der Stelle frage ich mich immer: "Die sitzen in ihrem warmen Zimmer vor ihrem Computer, wenn die so gegen das 'System' sind, können sie doch in den Wald ziehen, sich selbst versorgen und Geld nurnoch als Brennmaterial verwenden."

Wenn jemand wie dieser eine Berliner ernsthaft so denkt, und dann auf das Land zieht, und sich slebst versorgt, oder jemand wie dieser Dichter in einem Fass lebt, oder vielleicht in einem Kloster oder sonst einer Selbstversorgenden Gemeinschaft, dann verstehe ich es ja. Aber mich persönlich nervt es dann immer wie Leute die im Internet rumlabern den Ruf der Systemgegner einfach auf das Niveau von Verschwörungstheoretikern herunterziehen.

Bevor mich jemand falsch versteht! Ich meine nur Leute, die im Internet predigen, dass man sich komplett aus der Gesellschaft enthalten soll, wären sie selber daran Teilnehmen!
Ich meine jetzt nicht Leute die allgemein was gegen usnere Politik/Kapitalismus etc. haben!
Nur diese Labertaschen, die auch imemr noch teilweise eine schlechtere Rechtschreibung als ich haben.

tl;dr: Selbsternannte "Systemgegner" die meinen man solle sich der Gesellschaft enthalten, sind mir in dem Punkt zu wider, da sie viel Reden können aber nichts tun.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - J-C - 09.12.2015, 14:50

Bei solchen Typen sind Illuminati und Verschwörungstheorien à la "Zionisten beherrschen die Welt" (Ich wusste nicht, dass Antisemitismus in so eine Verschwörungstheorie reinpasst) nicht weit.

Ich frag mich da, wieso die sowas spinnen...


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 09.12.2015, 16:37

Ich bin mal so frei ein paar Youtubekommentare zu posten:
illuminaten/NWO (Öffnen)
Zionisten (Öffnen)



RE: Selbsternannte "Systemgegner" - J-C - 09.12.2015, 16:40

Mein Favorit ist die Theorie, dass Zionisten durch Relativierung der Grenzen und gezielter Einwanderung in den Westen eine hellbraune Rasse heranzüchten wollen, die sich mangels Grenzen besser kontrollieren ließe.

...Was haben solche Leute eigentlich gegen Juden? o.O


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Killbeat - 09.12.2015, 16:50

(09.12.2015)J-C schrieb:  Mein Favorit ist die Theorie, dass Zionisten durch Relativierung der Grenzen und gezielter Einwanderung in den Westen eine hellbraune Rasse heranzüchten wollen, die sich mangels Grenzen besser kontrollieren ließe.

...Was haben solche Leute eigentlich gegen Juden? o.O

Und ich dachte die mit der "Herrenrasse" wären die Nazis gewesen, nein es waren die Juden selber. Wahrscheinlich vergöttern die Idioten, die an sowas glauben die Nazis auch noch oder deren ideen.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - HeavyMetalNeverDies! - 09.12.2015, 17:09

(09.12.2015)Merlight schrieb:  Ich sehe sie oft in Youtubekommentaren oder auf Facebook.
Sie meinen wir leben in einem System das von Eliten regiert wird und dass wir nur Sklaven sind.

Leider leben wir in einem System welches von Eliten regiert wird. Ob man sich dabei als Sklave fühlt oder nicht, das sei mal jedem selbst überlassen.

(09.12.2015)J-C schrieb:  ...Was haben solche Leute eigentlich gegen Juden? o.O

Soweit ich weiß nicht pauschal gegen Juden sondern eher gegen die Rothschilds und Rockefellers, welche meines Wissens nun mal Juden sind.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Mc Timsy - 09.12.2015, 17:52

Nun, in Steven Universe wurde schon ein perfektes Statement zu diesem Thema geliefert.





Ansonsten ein paar Dinge von mir dazu:

Es gibt genügend Leute im Internet die sich selbst aus dem gesellschaftlichen Diskurs quasi ausgeklinkt haben. Dazu könnte man genau so die komplette Reichsbürgerbewegung zählen, sowie noch diverse andere Gruppen von Wahnsinnigen zu denen mir im Zweifel vermutlich nicht einmal ein tragfähiger Name einfällt.
Vor dem Internet sind die wirklich schlimmen Fälle wohl einfach als örtlicher Dorftrottel betrachtet worden und man hat sie ignoriert. Heutzutage können Menschen sich aber über das Internet mit gleichgesinnten Zusammentun und sich gegenseitig in ihrer Wahrnehmung bestärken.

Es ist zwar manchmal etwas tragisch mit anzusehen, wie so manch ein Mensch sehenden Auges in den eigenen Untergang steuert, aber sowas sind vielleicht die Schattenseiten des Internetzeitalters. So manch einer von diesen Menschen bräuchte vermutlich auch einfach professionelle Hilfe, da ich bei den meisten die ich zu sehen bekommen habe von enormen Problemen mit eigenen Unzulänglichkeiten ausgehe. Stattdessen predigen sie im Internet wie schrecklich die Diktatur doch ist, die ihnen das Wasser bezahlt und sie ihre Meinung in 99% der Fälle problemlos ausdrücken lässt. Es kann ja nicht sein, dass man aus eigener Unfähigkeit heraus sein Leben nicht auf die Reihe kriegt.

Ich will allerdings nicht lügen. Ein wenig Sorge ist schon angebracht, dass sie auf dieser Grundlage Leute selbst radikalisieren und anfangen Gewalt anzuwenden. Für manch einen ist die eigene Systemkritik Religion mit allen Begleiterscheinungen innerhalb einer Debatte. Ansonsten macht mir jeder unwidersprochene Antisemitismus im Alltag aber mehr Sorge und so gesehen reiht sich meine Befürchtung ein in die Summe der Möglichkeiten, wie Wahnsinnige zu einer Gefahr für sich selbst und ihr Umfeld werden können.

HMND schrieb:Soweit ich weiß nicht pauschal gegen Juden sondern eher gegen die Rothschilds und Rockefellers, welche meines Wissens nun mal Juden sind.

Glaub mir, das hat je nachdem garnichts mit den beiden Familien zu tun. Abgesehen davon, dass die ständige Schuldzuweisung gegenüber zweier Familien die im 19 Jahrhundert zu Reichtum gekommen sind auch zeigt wie sehr sich doch üble Nachrede verfestigen kann.
Da interessiert es dann nicht, dass die Rothschilds ihr Bankhaus heute nicht mehr besitzen und sich diese Familie vor allem wegen ihrem Pazifismus in der Kritik sah und die Rockefellers deutsche Auswanderer evangelischen Glaubens waren.
Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die Bereitschaft diesen Familien alle möglichen Rollen anzudichten sich hauptsächlich aus einem latenten Antisemitismus in der "Verschwörungstheoretiker-Szene" speißt, da beide Familien heutzutage nicht mal den Schatten ihrer einstigen Macht inne haben und ein M. Zuckerberg heutzutage eigentlich viel attraktiver als Ziel für Verschwörungstheoretiker sein müsste.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Richelieu88 - 09.12.2015, 17:57

(09.12.2015)HeavyMetalNeverDies! schrieb:  
(09.12.2015)J-C schrieb:  ...Was haben solche Leute eigentlich gegen Juden? o.O

Soweit ich weiß nicht pauschal gegen Juden sondern eher gegen die Rothschilds und Rockefellers, welche meines Wissens nun mal Juden sind.

Oder um Bertold Brecht zu zitieren:

"Der Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerle."

Dann gibt es von rassistischer Seite die Theorie, dass ein bestimmtes Erbgut die geistige Haltung verursache, also in diesem Falle die Ausbeutung oder ein "etwas anderes Gruppenverhalten", was in den Grundzügen (leider) bis auf kleinere "Aufklärer" des 18. Jh.s zurückgeht und in diesem pseudo-psychsomatischen Verständnis bis ins 20. Jh. hineinragte.

Und es gibt dazu noch einige wenige bestimmte Personen, die glauben, dass alle andersartigen Rassen von fremden Planeten stammen. Darunter sind - wie in der Threat-Einführung schön erklärt - auch teilweise selbsternannte "Systemkritiker", die das wiederum als geistigen Überbau nutzen, weil ihrer Ansicht nach eine "Elite" aus diesen Fremden Rassen die eigentlich geistig überlegenen  "Volks-Bürger" (zu denen sich - wen wundert´s - zufällig auch diese Verschwörungstheoretiker fallen) ausnutzen bzw. ausrotten wollen.
Addi lässt grüßen.   Derpy confused

Noch eine kleine Kostprobe? (Öffnen)



RE: Selbsternannte "Systemgegner" - ... - 09.12.2015, 18:10

Dass die Menschheit großteils geizig, gierig und rücksichtslos ist und eigentlich ziemlich viel auf der Welt schief läuft ist nix neues. Dazu braucht man kein großartiger Theoretiker sein.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Ken-Oh - 10.12.2015, 05:43

(09.12.2015)Richelieu88 schrieb:  [...]
Und es gibt dazu noch einige wenige bestimmte Personen, die glauben, dass alle andersartigen Rassen von fremden Planeten stammen. Darunter sind - wie in der Threat-Einführung schön erklärt - auch teilweise selbsternannte "Systemkritiker", die das wiederum als geistigen Überbau nutzen, weil ihrer Ansicht nach eine "Elite" aus diesen Fremden Rassen die eigentlich geistig überlegenen  "Volks-Bürger" (zu denen sich - wen wundert´s - zufällig auch diese Verschwörungstheoretiker fallen) ausnutzen bzw. ausrotten wollen.
Addi lässt grüßen.   Derpy confused

*Klick*

Natürlich kann man sagen, dass es eine Verschwörung ist. Aber wenn sogar ein hoher Staatsführer jemanden wie George Soros beschuldigt? Wenn jemand mehr Hinweise braucht und es als Einzelfall deklarieren will:

Goldman Sachs lässt grüßen

Meine Meinung: Wir haben eine Wirtschaftselite, die diverse Ziele verfolgt und dabei einen Nationalismus mehr als alles andere fürchtet. Ziele wären: Wirtschaftliche Schwächung von Russland durch die EU-Sanktionen und Bau des Öl- und Gaspipeline durch Syrien. Vernichtung und Unterwerfung Russlands.

NATO bereitet Krieg gegen Russland vor

Ablenkung des Volkes  von TTIP durch die "Nazis" und "Asylanten" etc. Aufhetzung und gegenseitiges Misstrauen von Völkern.
Dummhaltung und Spaltung des deutschen Volkes.
Daher werden deutsche Bürger mit falschen Informationen versorgt und Geschichtsbücher verfälscht. Man muss sich mal ansehen, wieviele Lügen man uns alleine aktuell hier speisen will, wieviele verschiedene Gruppen es gibt und wieviele sich diese deutsche Erbschuld geben, obwohl die nichtmal dabei waren.

Merkel ist nichtmal die mächtigste Frau im eigenen Deutschland, das wären die Familien die die Zeitungen Sender, Banken und all die anderen wichtigen Instanzen besitzen.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - J-C - 10.12.2015, 06:29

-Ich krieg die Krise, ich sollte mirgens ncht ins Forum :I-

Zum Thema:

Also ich weiß nicht, so viel Unterschied zu den kritisierten "Systemkritikern" habt ihr auch nicht.

JuiceRapNews hat mal treffenderweise das Statement gesetzt, dass wir die Neue Weltordnung wären. Wir hätten uns in diese Lage gebracht.

Und ich frag mich immer wieder, wie man sonst nichts zu tun haben kann, dass man solche Thesen macht.

Ich glaube nicht an einen baldigen Krieg, nein. Ich glaube, wir werden vor allem
aus Vernunft nicht in irgendwelche Kriege selber reinschlittern. Wozu überhaupt macht man sich so viele Gedanken? Man kann ja eh wenig ändern.

Wenn's kommt, dann kommt's. Wenn ich durch den Krieg tot bin, dann bin ich halt tot. Da hab ich vor Kriegen ehrlich keine Angst, zumal es unrealistisch sein wird, dass wir Opfer eines Krieges sein werden. Denkt ihr denn wirklicj, eine einflussreiche Elite, wie ihr skizziert, könnte so einfach ohne jegliche Probleme für Kriege sorgen? Nur jemand paranoides und pessimistisches würde ernsthaft glauben können, dass wir eine Weltregierung aus einer Finanzelite hätten, die - ach welch Zufall - natürlich alles Juden sind, nicht wahr? Der Schritt zum Antisemitismus ist ein doch sehr sehr kleiner.

Dass die Finanz generell einen großen Einfluss hat, das kann man nicht bestreiten, doch was treibt einen an, zu denken, die Finanz hätte sich gegen uns so arme Bürger verschworen? Ist's Unzufriedenheit im Leben? Hand auf's Herz, nur Leute, die partout keinen guten Job kriegen, haben es nötig, solche hanebüchenen Theorien zu spinnen.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - HeavyMetalNeverDies! - 10.12.2015, 09:46

Zitat:Ich glaube nicht an einen baldigen Krieg, nein. Ich glaube, wir werden vor allem
aus Vernunft nicht in irgendwelche Kriege selber reinschlittern. Wozu überhaupt macht man sich so viele Gedanken? Man kann ja eh wenig ändern.

Wenn's kommt, dann kommt's. Wenn ich durch den Krieg tot bin, dann bin ich halt tot. Da hab ich vor Kriegen ehrlich keine Angst, zumal es unrealistisch sein wird, dass wir Opfer eines Krieges sein werden. Denkt ihr denn wirklicj, eine einflussreiche Elite, wie ihr skizziert, könnte so einfach ohne jegliche Probleme für Kriege sorgen? Nur jemand paranoides und pessimistisches würde ernsthaft glauben können, dass wir eine Weltregierung aus einer Finanzelite hätten, die - ach welch Zufall - natürlich alles Juden sind, nicht wahr? Der Schritt zum Antisemitismus ist ein doch sehr sehr kleiner.

Ich wünschte ich hätte deine Zuversicht. Soweit ich weiß beteiligt sich Deutschland schon am Kampf gegen den IS mit 1200 Soldaten. Somit ist Deutschland offiziell schon in den Krieg involviert.
In welcher Form der Krieg jetzt Europa erreicht sei mal dahingestellt. Es ist schlimm genug wenn hierzulande die Grundrechte beschnitten werden um die "Sicherheit" zu erhöhen. Ein aktuelles Thema wäre da zB. Die Fluggastdatenspeicherung. Als "Opfer des Krieges" kann ich mich daher auch sehen wenn zB. Ausgangssperren wie in Brüssel erhoben werden, oder wenn die Regierungen den Notstand verhängen, wodurch dann beispeilsweise Webseiten einfach so gesperrt werden können etc.

Zitat: Hand auf's Herz, nur Leute, die partout keinen guten Job kriegen, haben es nötig, solche hanebüchenen Theorien zu spinnen.

Ich für meinen Teil bin nicht bereit wegen Leuten wie Dir - denen alles egal ist, meine Grundrechte aufzugeben. Du kannst dir also denken dass ich dementsprechend schlecht über eine Gesellschaft denke, die das billigend in Kauf nimmt. Selbiges gilt für Politiker die meine Grundrechte mit so Zeugs wie TTIP gefährden.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 10.12.2015, 12:30

Ich glaub mich versteheb hier ein paar Leute falsch. Ich habe nichts gegen Systemkritiker.

Sondern gegen "systemgegner" die meinen sie müssen keine Steuern zahlen, weil is ja system, und müssen nicht Arbeiten, weil ist ja system

Aber auf der anderen Seite sich dann die Rosinen rauspicken, wie z.b. Ärztliche Versorgung, Arbeitslosengeld und Rente


Für mich sind das keine Systemgegner sindern Systemschmarotzer.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Mc Timsy - 10.12.2015, 13:07

Ich würde mal sagen, dass die Übergänge da schlicht fließend sind. Von mehr oder weniger berechtigter Systemkritik ist es meiner Erfahrung nach kein großer Weg bis zum Missverständnis, Meinungsfreiheit bedeute, dass man für allen eigenen Blödsinn Zustimmung erfahren müsste. Nächster Schritt wäre wohl die gestörte Wahrnehmung man sei ja ach so verfolgt und könne seine Meinung nicht frei äußern und von da fehlt nicht viel zu dem von dir beschriebenen Zustand.

Ich sehe da zugegeben nur graduelle Unterschiede und wenn du hier nur über "Sozialschmarotzer" herziehen willst, die ihre Handlungen mit irgendwelchen wahnwitzigen Ideen begründen wollen, dann weis ich auch ehrlich gesagt nicht was du eigentlich für eine Diskussion führen willst. Diese Leute sind lächerlich, aber Dummheit ist kein Grund dich von Sozialleistungen auszuschließen. Darüber hinaus sind die Ansichten dieser Leute auch nicht grundsätzlich idiotischer als manch anderer Mensch mit fehlgeleiteter Eigenwahrnehmung. Mir persönlich ist ein daherbrabbelnder Vollpfosten auf Staatskosten lieber als ein erfrorener Obdachloser.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 10.12.2015, 13:08

(10.12.2015)J-C schrieb:  Hand auf's Herz, nur Leute, die partout keinen guten Job kriegen, haben es nötig, solche hanebüchenen Theorien zu spinnen.

Soetwas finde ich echt respektlos. Verschwörungstheoretiker mögen nicht die Beliebtesten sein, aber ihnen einfach was unterstellen?

Ich kenne genug Theoretiker die einen guten Job haben, ein Eigentumshaus 2 Autos und eine glückliche Familie.
Und im Gegenzug kenne ich jemanden der Glücklich verheiratet ist, aber nicht gerade viel Geld zur verfügung hat, und trotzdem ist er kein Theoretiker.

Du kannst Theoretiker nicht nach dem Sozialen Status beurteilen.

Ich persönlich teile soche Theoretiker in zwei Kategorien ein: Intelligent und Dumm

Menschen die sich garnicht mit soetwas befassen, ordne ich in die Kategorie "Schaf das nicht merkt dass es zur Schlachtbank geführt wird" ein.
Diese Menschen denken sich einfach "Was gehen mich die Probleme der Welt an"
Und für die trifft auch das berühmte "Birth-School-Work-Die-Repeat" ein. In meinen Augen einfach bedeutungslose Menschen Shrug (Keine Beleidigung)

(10.12.2015)Mc Timsy schrieb:  Ich würde mal sagen, dass die Übergänge da schlicht fließend sind. Von mehr oder weniger berechtigter Systemkritik ist es meiner Erfahrung nach kein großer Weg bis zum Missverständnis, Meinungsfreiheit bedeute, dass man für allen eigenen Blödsinn Zustimmung erfahren müsste. Nächster Schritt wäre wohl die gestörte Wahrnehmung man sei ja ach so verfolgt und könne seine Meinung nicht frei äußern und von da fehlt nicht viel zu dem von dir beschriebenen Zustand.

Ich sehe da zugegeben nur graduelle Unterschiede und wenn du hier nur über "Sozialschmarotzer" herziehen willst, die ihre Handlungen mit irgendwelchen wahnwitzigen Ideen begründen wollen, dann weis ich auch ehrlich gesagt nicht was du eigentlich für eine Diskussion führen willst. Diese Leute sind lächerlich, aber Dummheit ist kein Grund dich von Sozialleistungen auszuschließen. Darüber hinaus sind die Ansichten dieser Leute auch nicht grundsätzlich idiotischer als manch anderer Mensch mit fehlgeleiteter Eigenwahrnehmung. Mir persönlich ist ein daherbrabbelnder Vollpfosten auf Staatskosten lieber als ein erfrorener Obdachloser.

Das ist ja das Problem.
Staatskosten sind auch nicht unerschöpflich.
Mir wäre lieber ein erfrohrener Vollpfosten als ein Erfrohrener Obdachloser.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Mc Timsy - 10.12.2015, 13:37

Merlight schrieb:Mir wäre lieber ein erfrohrener Vollpfosten als ein Erfrohrener Obdachloser.

Da der Vollpfosten ohne staatliche Hilfe wohl sein Obdach verlieren wird gibt es da eigentlich keine Grenze zu ziehen.

Ansonsten, von wie vielen Leuten reden wir? Lass es 10.000 sein, nehmen wir die raus die noch bei Mami wohnen haben wir wie viele von solchen Fällen? 3.000? 4.000?
Selbst wenn es mehr wären, dies ist keine Herausforderung für die Solidargemeinschaft und es gibt keine Möglichkeit wie du Gesetze gegen solche Leute machen könntest. Dafür müsste der Staat dann nämlich wirklich vorgeben was man denken dürfte. In demokratischen Staaten dürfen diese Leute ihrem Fiebertraum so lange nachgehen wie sie wollen. Das ist nicht schön, beinhaltet aber die Option, dass sie in 10 Jahren noch Leben und erkennen wie dumm sie waren. Sie von sämtlichen staatlichen Leistungen auszuschließen wäre nicht nur ein Verstoß gegen ihre Menschenwürde, es wäre auch das abschließende Zeichen für diese Menschen, dass sie die ganze Zeit Recht hatten und sie jetzt dem Hungertod überlassen werden sollen.
Dann hast du statt einem sinnlosen Youtuber mit Bierbauch einen zwangsläufig kriminellen, zusätzlich radikalisierten Irren auf der Straße. Ist auch nicht besser.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 10.12.2015, 13:46

(10.12.2015)Mc Timsy schrieb:  
Merlight schrieb:Mir wäre lieber ein erfrohrener Vollpfosten als ein Erfrohrener Obdachloser.

Da der Vollpfosten ohne staatliche Hilfe wohl sein Obdach verlieren wird gibt es da eigentlich keine Grenze zu ziehen.

Ansonsten, von wie vielen Leuten reden wir? Lass es 10.000 sein, nehmen wir die raus die noch bei Mami wohnen haben wir wie viele von solchen Fällen? 3.000? 4.000?
Selbst wenn es mehr wären, dies ist keine Herausforderung für die Solidargemeinschaft und es gibt keine Möglichkeit wie du Gesetze gegen solche Leute machen könntest. Dafür müsste der Staat dann nämlich wirklich vorgeben was man denken dürfte. In demokratischen Staaten dürfen diese Leute ihrem Fiebertraum so lange nachgehen wie sie wollen. Das ist nicht schön, beinhaltet aber die Option, dass sie in 10 Jahren noch Leben und erkennen wie dumm sie waren. Sie von sämtlichen staatlichen Leistungen auszuschließen wäre nicht nur ein Verstoß gegen ihre Menschenwürde, es wäre auch das abschließende Zeichen für diese Menschen, dass sie die ganze Zeit Recht hatten und sie jetzt dem Hungertod überlassen werden sollen.
Dann hast du statt einem sinnlosen Youtuber mit Bierbauch einen zwangsläufig kriminellen, zusätzlich radikalisierten Irren auf der Straße. Ist auch nicht besser.

Genau das ist das Problem der Demokratie.
Man kann kaum etwas gegen Leute unternehmen welche die Demokratie bzw. den Sozialstaat ausnutzen.
Man könnte auch einfach wieder wie in der DDR das Recht auf Arbeit einführen.
Dann könnten die, die es wollen Arbeiten, und die Schmarotzer kommen ins Gefängnis.
Wäre auf jeden Fall besser als unsere hiesige Agentur für Arbeit, die einen zwingt Bewerbungen nach einer völlig bescheuerten Vorlage zu versenden, so dass sie eh nicht genommen werden. Und will man bei der Bewerbung kreativ sein wird man Verwarnt oder rausgeschmissen. Habe von Leuten gehört, die heimlich Bewerbungen verschickt haben, um überhaupt wieder Arbeit zu kriegen.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - J-C - 10.12.2015, 14:13

Ich sehe schlichtweg keinen Grund für jemanden, dem es an nichts mangelt, sich mit Verschwörungstheorien abzugeben. Wozu? Die Netzneutralität und der Überwachungsmist mag ja schlimm sein, aber ich bin halt jemand, der mag es nicht, aber der bemerkt due Überwachung auch gar nicht. Man kann einen Raum mit Überwachungskameradms vollstoofen und ich vergess es schon Sekunden später. So gesehen schränkt mich die Totalüberwachung gar nicht ein. Ich bin auch völlig langweilig für die Geheimdienste Shrug

Ansonsten muss eine Beteiligung an der Syriengeschichte (wo ich immer sager besser als nix tun) nicht bedeuten, dass wir in einen Weltkrieg schlittern oder dergleichen. Allenfalls alle gegen ISIS.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Merlight - 10.12.2015, 14:19

(10.12.2015)J-C schrieb:  Ich sehe schlichtweg keinen Grund für jemanden, dem es an nichts mangelt, sich mit Verschwörungstheorien abzugeben. Wozu? Die Netzneutralität und der Überwachungsmist mag ja schlimm sein, aber ich bin halt jemand, der mag es nicht, aber der bemerkt due Überwachung auch gar nicht. Man kann einen Raum mit Überwachungskameradms vollstoofen und ich vergess es schon Sekunden später. So gesehen schränkt mich die Totalüberwachung gar nicht ein. Ich bin auch völlig langweilig für die Geheimdienste Shrug

Ansonsten muss eine Beteiligung an der Syriengeschichte (wo ich immer sager besser als nix tun) nicht bedeuten, dass wir in einen Weltkrieg schlittern oder dergleichen. Allenfalls alle gegen ISIS.

Und genau da kommt es ja wieder. Wer unterstützt den IS? Richtig die Türkei!
Wer kämpft gegen den IS? Richtig: Russland!

Wer ist auf der Seite der Türkei? Richtig die Nato!

D.h. Nato gegen Russland.


Ich tippe schon auf Weltkrieg, aber eher einen kalten.


RE: Selbsternannte "Systemgegner" - Mc Timsy - 10.12.2015, 15:14

@ Merlight

Das ist nicht das Problem der Demokratie, sondern der Grund warum sie die überlegene Staatsform ist. RD wink

Was du dort hast sind wenige Extreme. Menschen die sich selbst schon lächerlich machen, die aber auch kaum einer ernst nimmt. Sie sind laut, aber schwimmen letztlich in dem Strom der vielen Leute mit, die dank Demokratie ein Leben mit weitgehenden Freiheiten führen können. Die Existenz dieser Leute ist für den Sozialstaat kein Problem. Wenn wir es schaffen sollten all denen Arbeit zu geben die Arbeit wollen, dann können die weiterhin in ihren Scheinrealitäten leben, die paar Fälle können wir irgnorieren. Solche extremen Ansichten stellen auch kaum eine Gefahr für die Gesellschaftsordnung dar. Jeder der auf die Propaganda eines Diktators reinfällt und glaubt, ein Mann (oder eine Frau) könne alleine eine perfekte Politik machen und das Land vor seinen allgegenwärtigen Feinden bewahren ist für die demokratische Gesellschaft wesentlich schädlicher. Da wäre es natürlich schön einfach nach etwas mehr Autorität in der Regierung zu rufen, es ist dann aber bereits die Abwendung von der Demokratie, die niemanden einsperrt, nur weil er oder sie kein "produktives" Mitglied der Gesellschaft ist.

Und mein Tipp zur Arbeitsagentur ist relativ einfach. Mach auch andere Sachen als die von der Agentur dir das sagen. Jeder weis, dass die dortigen Hilfen nicht immer wirklich hilfreich sind. Also zeihst du dein Pflichtprogramm durch und suchst dir im Rest der Zeit tatsächlich auch eine Arbeitsstelle. Kann und sollte man besser machen, diese Schritte beinhalten dann aber nicht Leute mit nervigem Verhalten ins Gefängnis zu stecken, nur damit sie nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik geführt werden.


Merlight schrieb:Und genau da kommt es ja wieder. Wer unterstützt den IS? Richtig die Türkei!
Wer kämpft gegen den IS? Richtig: Russland!

Wer ist auf der Seite der Türkei? Richtig die Nato!

D.h. Nato gegen Russland.


Ich tippe schon auf Weltkrieg, aber eher einen kalten.


Abgesehen davon, dass deine Aufzählung stark vereinfacht ist, wie bei russischer Propaganda leider üblich. Sofern Russland oder die Türkei nicht auf die Idee kommen hier noch direkter militärisch gegeneinander vorzugehen wird das hauptsächlich ein Problem zwischen beiden Staaten bleiben. Die Nato ist da zu sehr auf Deeskalation bedacht. Selbst wenn aber Russland und die Nato wieder voll auf kalter Krieg machen sollten, so dürfte dies schwerlich auf einen Nenner kommen, der als Weltkrieg identifiziert werden könnte. Dann müssten sich vor allem die Europäer wohl nach teureren Lösungen für die Energieversorgung umsehen und die Russen dürften ihre Ressourcen noch billiger an die Chinesen verramschen. Weder die anderen BRICS noch die Commonwealth Staaten haben ein nennenswertes Interesse daran sich in einen Tomaten-Gas-Werkzeuge-Sonstwas Wirtschaftskrieg hinein ziehen zu lassen und wenn Russland und die Nato sich wieder mehr mit Atomwaffen bedrohen haben wir im wesentlichen nur eine Rückkehr zu einem Status von vor einigen Jahrzehnten. Nur mit Russland statt UDSSR auf der einen Seite. Bisher ist aber sehr wohl zu hoffen, dass die Türkei sich selbst mit dem Problem rumärgern muss und ich habe keine Probleme damit wenn zwei Autokraten sich gegenseitig mit Wirtschaftssanktionen belegen.