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18.06.2019, 13:14



The Galloping Dead
18.03.2016
Labra Offline
Ponyville Pony
*


Beiträge: 170
Registriert seit: 08. Jul 2013

RE: The Galloping Dead
[Night Shift/Landstraße nahe Ponyville, ca. 16 km nordöstlich von Canterlot]

Entgeistert blickte er Zero an, ungläubig, was seine Ohren gerade vernommen hatten. Der Hengst hatte sich einen denkbar schlechten Zeitpunkt ausgesucht um an seinen Fähigkeiten als, zugegebenermaßen angehender, Arzt zu zweifeln. Die metaphorischen Zahnräder in seinem Kopf drehten sich auf einen Schlag nun noch langsamer als sie es unter den negativen Einflüssen von lähmenden, kräftezehrenden Schmerzen und blanker Erschöpfung sowieso schon taten. Durch seine angelegten Ohren und seinen geschockten, verwirrten Blick, der dem eines in Schockstarre gefallenen Rehs im Fernlicht eines herannahenden Sattelschleppers glich, konnte man sich ein ziemlich gutes Bild davon machen, wie Night sich gerade fühlen musste. Er konnte die Sorgen des Pegasus zwar verstehen, aber auch nur der Gedanke daran, dass Zero es erwägen könnte, ihn aus der Angst heraus einen Fehler zu machen erst gar nicht zu behandeln, ließ ihn so sprachlos zurück, wie nur selten zuvor.
Sein Mund stand offen, bereit etwas zu sagen. Wie es gerade nicht der richtige Zeitpunkt für eine Sinnkrise war, wie dumm es wäre ihm aus Furcht vor einem Behandlungsfehler gleich ganz die Hilfe zu verweigern, dass er sich doch einfach mal zusammenreißen sollte, irgendetwas... aber bis auf schweres Atmen brachte er keinen Ton heraus. Die 'Rechenkapazität' seines Gehirns reichte einfach nicht mehr aus um Zeros Aussage in ausreichender Geschwindigkeit zu verarbeiten, nicht mit den gefühlt hundert anderen Reizen, die stetig auf es einprasselten. Harsche Worte wären sowieso nicht der richtige Weg gewesen, merkte er doch daran, wie sehr Zero um Worte kämpfen musste, dass ihm das alles ziemlich nahe ging. So oder so hatte er nicht vor seinen Freund zu verletzen.
Dank Dennis konnte er sich jedoch vorerst für einige Sekunden um eine Antwort drücken.

Das laute Knarzen von Aluminium auf Aluminium erfüllte den Innenraum des Chryslers als Dennis es nach einigen Anläufen endlich schaffte die Beifahrertür zu öffnen. Man konnte förmlich spüren an welchen Stellen sich das Material der Karosserie und das Plastik der Innenverkleidung verformte, bis es an einigen Stellen schlussendlich unter der Last nachgab und sich aus seiner Verkeilung befreite.
Stillschweigend überhörte er die kurze Konversation zwischen Dennis und Zero, während Letzterer irgendwie versuchte sich seine Sätze zusammen zu stammeln. Seine Stimme war deutlich strapaziert und klang fast als würde ihm irgendetwas die Luft abschnüren. Es war diese gewisse Verzweiflung in der Stimme des Pegasus, die Night nun doch dazu veranlasste sich endlich zu Wort zu melden.
„Hey...“, setzte er an und schluckte einmal bevor er nach einer kurzen Pause an Zeros letzten Satz anknüpfte.
„Noch lebe ich... und ich plane auch nicht das zu ändern...“
Es war ein bisschen die Ironie des Schicksals, dass in der Situation, in der er sich gerade befand, ausgerechnet er derjenige war, der dem Einzigen, der ihm gerade wirklich helfen konnte, emotionalen Beistand leisten musste, damit dieser seine eigenen Sorgen und Selbstzweifel  überkommen konnte, aber so war nun mal der Lauf der Dinge. Unter größerer Anstrengung als er es eigentlich zuerst erwartet hatte hob er langsam seinen rechten Huf und führte ihn unter Zeros Kinn. Sanft drehte er den Kopf des Hengstes zu sich und blickte tief in seine leuchtend grünen Augen.
„Du schaffst das schon...“, flüsterte er eher als es laut auszusprechen. Sein Huf senkte sich wieder, bevor er sich an die anderen Ponies außerhalb des Autos wandte.
„Holt... holt uns einfach hier raus. Ich glaube, ich hab 'nen Plan...“


[Hawkie/Landstraße nahe Ponyville, ca. 16 km nordöstlich von Canterlot]

Hawkie war Dennis unverzüglich auf die andere Seite des Wagens gefolgt. Während Dennis sich um die Beifahrertüre kümmerte, hoffte sie, von der Rückbank des Minivans aus dabei zu helfen, Zero und Night aus dem Fahrzeug zu bekommen. Den Konversationen, die um sie herum stattfanden, schenkte sie dabei nur bedingt Aufmerksamkeit. Mit erstaunlicher Leichtigkeit ließ sich die Schiebetür auf der rechten Seite des Wagens öffnen und ermöglichte ihr den Zugang zu den Rücksitzen, den sie zugegebenermaßen auch über die bereits zuvor von ihr geöffneten Türe auf der gegenüberliegenden Seite gehabt hätte. Die Stute kletterte zurück ins Innere des Chrysler Voyager, aus dem sie erst vor kurzem entkommen war und nahm in der Mitte der Bank platz, wo sie sich unverzüglich daran machte, nach dem Hebel zu suchen, der es ihr ermöglichen würde, den Beifahrersitz so weit wie möglich nach hinten zu schieben, was ihnen einen größeren Spielraum im vorderen Teil des Autos versprechen würde. Dieser war schnell gefunden und da sich Zero sowieso nicht mehr auf seinem Sitz, sondern vielmehr irgendwo zwischen Mittelkonsole, Lenkrad und Night befand, rutschte der Sitz in seinen Schienen problemlos nach hinten, wo er schließlich mit einem leisen Knacken einrastete.

Obwohl sie dem Gespräch der anderen höchstens mit einem Ohr zuhörte, gingen Nights letzte Sätze nicht ungehört an ihr vorbei. Das musste sie sich nicht zweimal sagen lassen.
„Dennis, ich schätze mal du gehst über die Beifahrerseite rein, ich würde dann nämlich versuchen dir von hier hinten zu helfen.“ klinkte sie sich in die Unterhaltung ein und quetschte sich dabei zwischen Fahrer- und Beifahrersitz hervor.
„Ach und Chase...“, fuhr sie fort und hoffte dabei, dass die Stute draußen sie überhaupt verstehen konnte. „Könntest du gleich von der Fahrerseite aus mit Night helfen, wenn wir Zero da raus haben?“
Ohne zu zögern wandte sie sich sogleich an Zero, der nunmehr nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt war.
„Alles klar. Meinst du, du schaffst es alleine hier raus?“

"Good tea. Nice house."
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.03.2016 von Labra.)
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26.03.2016
ZeroTheBrony Offline
Great and Powerful
*


Beiträge: 312
Registriert seit: 06. Jul 2013

RE: The Galloping Dead
[Zero//Landstraße nahe Ponyville, ca. 16 km nordöstlich von Canterlot]

Es lag ihm schon schwer im Magen, dass er selbst sich unfähig fühlte für Night's gesundheitliche Lage sorgen zu können, wobei Sorge und Angst sich in ihm anfühlten wie ein bleiernes Gewicht, welches ihn herunter zog. Im wurde wortwörtlich übel von dem Gedanken daran und er spürte deutlich etwas in seiner Magenregion rumoren, wenn er nur einen kurzen Moment damit verbrachte über alle ihm erdenklichen Missgriffe nachzudenken. Noch schlimmer war aber das darauf folgende Schweigen. Er hatte damit gerechnet, dass Night jegliche Form von Reaktion von sich gäbe. Angst, Panik, Nachsicht, Akzeptanz, er hätte selbst damit gerechnet, dass Night ihn für den Gedanken einfach schlägt, hätte er denn die Kraft dazu. Aber diese Sprachlosigkeit, zusammen mit einem Ausdruck völliger Entgeisterung war für ihn ähnlich einer Verurteilung. Er wollte helfen, das würde er auch, aber er wollte nun einmal nicht der Verantwortliche sein. Ein Leben zu gefährden ist leicht, eins zu retten aufwendig und schwer und noch viel schlimmer, wenn es ein Leben war, welches man brauchte. Night's Schweigen brach in ihm irgendwo von Sekunde zu Sekunde immer mehr seines Mutes in Stücke und verteilte die Scherben mit Absicht so weit auseinander, dass sie so schnell nicht mehr aufzufinden waren und ihre Existenz gerade zu zweifelhaft erschien. Der Hengst mochte von Zero denken, was er wollte, sogar er selbst dachte von sich für den Moment in allem anderen als hohen Tönen, aber ihm lag das Leben von Night so hoch, dass er sich selbst für diese Aufgabe im Ganzen als unfähig einschätzte. Irgendwo war er sich auch sicher, dass jemand anderes für diese Aufgabe besser geeignet sein musste und seine erste Vermutung fiel auf Hawkie. Er hatte von ihrer Ausbildung weniger als den Hauch einer Ahnung, aber wer im Militär diente sollte doch mit so etwas besser zurechtkommen, als ein Grünschnabel aus dem Krankenhaus, der kaum seine Ausbildung beendet hatte.
Die wenigen Momente der Stille fühlten sich zäh und lang an, akkumulierten sich zu gefühlten Stunden und doch verstrichen nur einige Herzschläge. Und trotz aller Misere, die Zero sich selbst vorwarf, sprach Night seine Zuversicht, linderte sein imminentes Unwohlsein, auch wenn es nicht reichte, um seinen Kopf auf andere Gedanken zu bringen. Zwar konnte er sich nicht die bösen Gedanken ersparen, brachte aber wenigstens etwas zustande, was dem Ansatz eines Lächelns in der groben Definition entsprach und kaute währenddessen auf seiner Unterlippe herum, bedankte sich gedanklich bei ihm, brachte aber die Worte nicht heraus.
Während derweil Hawkie und Dennis sich am Wagen zu schaffen machten und sein Sitz hinter ihm in den Schienen entgegen der Rückbank rutschte, war nun doch überraschend viel Platz zwischen Armaturenbrett und Beifahrersitz, sodass er sich ohne weitere Komplikationen, die der Rede wert waren, geduckt in den Hufraum setzen konnte. Mit der zusätzlichen Beinfreiheit war es zwar nicht die bequemste Tätigkeit, auch hier und da begleitet von einem unangenehmen Ziehen eines gezerrten Muskels, oder eines ungemütlichen Knacken eines Knochens, aber er schaffte er doch sich auf dem linken Vorderhuf zu stützen. Das Bisschen Ruhe und das Verebben seiner größeren Schmerzen zu wenig mehr als dumpfen Pochen verhalfen ihm zu etwas mehr Kraft, welche er dazu nutzte sich in Richtung der Beifahrertür zu begeben. Dabei war es wohl mehr ein Kriechen und Schleppen, denn einerseits lag das Autodach zu niedrig, um voll stehen zu können, andererseits traute er sich nicht zu sein volles Körpergewicht auf seine drei halbwegs tauglichen Hufe zu verlagern, um sich aufrecht zu halten. So drückte er sich mit dem linken Huf und etwas schwächlichem Beistand seines rechten Hufs, zum Türrahmen und hoffte dort mit etwas Hilfe von Dennis aus dem Vehikel gehievt zu werden, denn unbedingt aus dem Auto kippen wollte er nicht.
Währenddessen positionierte sich Hawkie auf der Rückbank, als nächstes war dann wohl Night dran und würde irgendwie seinen Weg aus dem Wagen finden. Zero hoffte natürlich, dass dies schmerzfrei vonstatten ging, aber müsste er abwägen, würden ihn die wohl kaum umbringen, sollten sie auftreten. Hauptsache war, dass Night es hinaus schaffen würde, um sich behandeln zu lassen, egal von wem.

"Dennis, hilf mir, bitte."

Er stützte sich links neben sich am Armaturenbrett ab und hielt den rechten Huf vor die Brust. Er wollte sich gar nicht vorstellen, wie er im Moment aussah, wahrscheinlich wie ein übergroßes Fohlen, aber allein der Gedanke daran zeigte, dass er doch noch genug Konzentration besaß, um über solch dumme Kleinigkeiten zu sinnieren. Währenddessen drehte er den Kopf so gut es ging zu Hawkie, bis er mit dem Rücken zur Frontscheibe lehnte.

"Ich schaff das schon. Versuch du Night gesund nach draußen zu bekommen. Bitte. Und..."

Er selbst biss sich erneut auf die Lippe und hatte für einen Moment die Angst durch sein Fleisch hindurch zu beißen, als er glaubte sein Blut zu schmecken, auch wenn es nur noch feuchte Überreste von Nights durchtränkter Uniform waren, die noch an seiner Lippe klebten, nachdem er die Knöpfe doch etwas unkonventionell geöffnet hatte.

"kannst du... vielleicht... weißt du, wie man Night's Wunden behandelt?"

[Bild: tumblr_mtj58anCNo1sqe4oio1_400.png]
Speech of The Doctor (Öffnen)
Fanfiction: The Eternus Project (Öffnen)
[Bild: derpy_and_doctor_whooves_signature___in_...4vgse0.jpg]
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