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12.11.2019, 10:23



Lieblings Arznei / Medikamente
#81
27.12.2018
Jandalf Offline
Aculy is Dolan
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Beiträge: 4.344
Registriert seit: 04. Apr 2012

RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(27.12.2018)Terran_wrath schrieb:  Anfang 2018 hatte ich eine Erkältung... Hustenbonbons... zählen die als Arznei?

Wenn sie geholfen haben und du verrätst welche, sollte das on topic sein. Siehe Startpost.

Killing is badong!
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#82
14.04.2019
Eldur Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure? Alles wirkungsloser Mumpitz, auch in vierstelligen Dosen...

das Schmerzmittel an sich muss ja erstmal erfunden werden. Aber bezüglich der Möglichkeiten dazu hat Einstein ja schon so eine treffende Aussage über das Universum gemacht RD wink

Das beste Mittel ist wohl immer noch: [Bild: mlp-plsleep.png]

Das gleiche gilt bei Erkältungen. Alles, was man in der Apotheke bekommt, ist reine Geldmacherei und völlig wirkungslos... trinken und schlafen und das ein paar Wochen lang, und hoffen, dass man sich nicht erneut was einfängt in der Zeit.

Das Geilste ist eigentlich nur die Vollnarkose... wenigstens ein paar Minuten, die man keine Schmerzen ertragen muss... Mensch sein ist schon die absolute Höchststrafe Lyra eww

Naja, Lieblingsarznei hab ich sicher nicht... aber so einiges, was ich mir leider dennoch regelmäßig verabreichen muss...

Latanoprost
Pilocarpin
Timolol
Dorzolamid
Acetazolamid
Brinzolamid
Brimonidintartrat
Bisoprolol
L-Thyroxin

Je nachdem, wie es mir gerade neu verschrieben wird, wechselt häufiger mal Twilight: not bad

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#83
15.04.2019
Crash Override Abwesend
Faust
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Scheint wohl so, das das deine Meinung ist - bei mir schlägt Paracetamol wie auch Diclofenac noch an als Schmerzmittel. Wer schon einmal eine vereiterte Zahnwurzel hatte und mit ner 1000er Paracetamol dann seine Ruhe bekommen hat, weiß das das nicht nur placebos sind. RD wink

Es kommt dabei nur drauf an, ob man die Pharmazeutika Schachtelweise frisst oder ob man nur dann was "nimmt", wenn's nicht mehr anders geht. Bei ersterem lässt die Wirkung mit der Zeit soweit nach, das es natürlich nicht mehr hilft... Gut, das kann bei dem einen oder anderen genetisch so veranlagt sein, das von vorneherein garnichts anschlägt - dann isses natürlich ein Problem (für denjenigen). Aber direkt behaupten, das is alles nur "scheißdreck", damit wäre ich vorsichtig. Letztlich kann was bei mir wirkungslos sein - und dich haut das gnadenlos um.

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#84
15.04.2019
Herrmannsegerman Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(14.04.2019)Eldur schrieb:  Das Geilste ist eigentlich nur die Vollnarkose... wenigstens ein paar Minuten, die man keine Schmerzen ertragen muss... Mensch sein ist schon die absolute Höchststrafe Lyra eww

Hast du dir nichts besseres verschreiben lassen? Bei mir hilft das übliche eigentlich auch nicht aber ich hab relativ Problemlos 1 stärkeres Schmerzmittel bekommen.

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#85
15.04.2019
Terran_wrath Abwesend
Changeling
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Lieblingsmedikament? Klingt fast als wäre das Zeug sowas wie eine Süßigkeit... Ich weiß ehrlich nicht, was ich davon halten soll. Sceptic

(27.12.2018)Jandalf schrieb:  
(27.12.2018)Terran_wrath schrieb:  Anfang 2018 hatte ich eine Erkältung... Hustenbonbons... zählen die als Arznei?

Wenn sie geholfen haben und du verrätst welche, sollte das on topic sein. Siehe Startpost.

Keine Ahnung... irgendwas grünes mit Menthol. Hatte ich Anfang diesen Jahres wieder geholt.

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#86
16.04.2019
123Its_me456 Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Wenn ich krank bin...
Greife ich bei verstpfter Nase gerne zu Nasenspray von Ratiopharm. Bei Kopfschmerzen nehme ich eine Aspirin. Bei Erkältung kommen ein heißer Tee und/oder Erkältungssalbe dazu.
Ansonsten habe ich letztes Mal noch Eukalyptuspillen aus dem DM (gesundes Plus) ausprobiert - mir helfen die bei Erkältungen wirklich gut, vor allem bei starkem Husten gehts nach spätestens 2 Tagen deutlich besser.

Aber Lieblings-Medikament? AJ hmm
Das, das ich nicht nehmen muss Twilight smile

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#87
16.04.2019
PinkChaos Abwesend
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Ich finde auch das die Formulierung etwas ungünstig ist. Aber wenn es darum geht welche Medikamente mir am Besten bei bestimmten Beschwerden helfen, dann nenne ich gerne 3, die ich ab und an mal nehme. Bei Kopfschmerzen oder dergleichen nehme ich Dolormin Extra. Aspirin wirkt irgendwie kaum bei mir und Paracetamol vertrage ich nicht (bekomme Ausschlag davon). Bei Frauenwehwehchen helfen Dolormin für Frauen und bei Halsschmerzen nehme ich den Hustensaft von..der Marke mit dem Efeu..eh..Prospan! Genau. Aber Letzeres wirklich nur bei starkem Hustenreiz und Halsweh, sonst trink ich bei Halsweh lieber viel Tee.

Erziehung bei Katzen ist ganz leicht: Schon nach ein paar Tagen machst du, was sie wollen.
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#88
16.04.2019
123Its_me456 Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Ich hab noch etwas vergessen:

Wenn ich mir einen Rückennerv eingeklemmt habe (ist mir tatsächlich schonmal passiert, konnte dann ein Wochenende lang weder stehen, noch gehen und nur schwer sitzen Twilight: No, Really?), lass ich mir gerne Franzbranntwein draufreiben und nutze die Wärme eines Heizkissens hintern Rücken.
Bei Übelkeit reichen mir Tee und viel Ruhe, bei akuten Fällen hilft mir eine Iberogast oder eine Vomex (Achtung, wirkt einschläfernd).

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#89
16.04.2019
Triss Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Aktuell Novalgin. Wirkt gut.

only the good die young? phew good thing that i am so incredibly awful
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#90
17.04.2019
Eldur Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(15.04.2019)Crash Override schrieb:  Scheint wohl so, das das deine Meinung ist - bei mir schlägt Paracetamol wie auch Diclofenac noch an als Schmerzmittel. Wer schon einmal eine vereiterte Zahnwurzel hatte und mit ner 1000er Paracetamol dann seine Ruhe bekommen hat, weiß das das nicht nur placebos sind. RD wink

Es kommt dabei nur drauf an, ob man die Pharmazeutika Schachtelweise frisst oder ob man nur dann was "nimmt", wenn's nicht mehr anders geht. Bei ersterem lässt die Wirkung mit der Zeit soweit nach, das es natürlich nicht mehr hilft... Gut, das kann bei dem einen oder anderen genetisch so veranlagt sein, das von vorneherein garnichts anschlägt - dann isses natürlich ein Problem (für denjenigen). Aber direkt behaupten, das is alles nur "scheißdreck", damit wäre ich vorsichtig. Letztlich kann was bei mir wirkungslos sein - und dich haut das gnadenlos um.

Ich nehm generell eher weniger als mehr... und wenn es geht, gar nichts. Früher hat z.B. auch mal ne Aspirin bei Kopfschmerzen was gebracht und da hat sogar ne halbe gelangt. Aber auch nur bei jedem 2. oder 3. Mal. War also immer Glücksspiel. Als dann die Trefferquote nachgelassen hat, hab ich es mit den anderen Sachen probiert, mit ähnlich bescheidenen Ergebnissen. Hab dann mal noch den Versuch mit Rizatriptan unternommen, aber das war dann ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass es beim Fehlschlag sogar noch jeftiger wurde. Aber Migräne ist eh ein Spezialfall. Der Mensch hat es halt einfach noch nicht ergründet, was genau da in seinem Kopf abgeht. Das beste Mittel ist da immer noch ne ordentliche Runde MHD Luna TRCV

Als ich vor etlichen Jahren mal Probleme mit ner Bandscheibe hatte (witzigerweise meldet die sich gerade jetzt mal wieder "zu Wort" und ich steh grad vor der gleichen Problematik, aber es lässt sich noch aushalten), hatte mein Arzt mir Ibu verschrieben, und zwar 800er, und davon sollte ich 2 nehmen, bzw. 3, wenn es nicht reicht. Und das 2-3x am Tag... als ich gemerkt hatte, dass das Zeug nichts bringt, hab ich sogar auf 4 (also 3200mg) erhöht, was auch nichts gebracht hatte. Was anderes hab ich allerdings nicht verschrieben bekommen. Bis dahin ließ das durch Bewegung aber zum Glück auch schon wieder nach, ist halt immer noch das Beste bei "Rücken". Ist nur blöd, wenn das so hart reinballert, dass man sich nicht alleine anziehen oder nach dem "Geschäft" sauber machen kann - da kommt man sich vor wie ein Pflegefall kurz vorm Holzpyjama... und das musste ich mit unter 30 erleben Twilight: No, Really?

Vermutlich hab ich auch einfach eine besondere Schmerzwahrnehmung... meine Augen wurden ewig nicht behandelt, weil ich keine Schmerzen hatte (außer halt die Migräne). Normal sollte das auch in den Augen wehtun, was bei mir nie der Fall war. In der Klinik hab ich dann erfahren, dass das bei ca 2-3% der Patienten tatsächlich so ist und viele Ärzte das offenbar nicht wissen, weil die Erkenntnis darüber noch recht frisch ist... Twilight: not bad

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#91
17.04.2019
Crash Override Abwesend
Faust
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Och, migräne - Ähnliche Spannungskopfschmerzen (die auch nicht nachlassen, wenn ich 8 oder mehr Stunden Schlafe) kenne ich auch zu genüge. Da hilft bei mir nur Thomapyrin; alles andere ist da dagegen ebenso Wirkungslos. Ne art Bandscheiben hatte ich auch schon (war wohl eher nur ne Überbelastung), damals hab ich auch irgendwas gehabt, was dagegen half... Is aber auch schon knapp 8 Jahre her.

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#92
17.04.2019
Herrmannsegerman Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Ich habe mir mal einen Spinalnerv eingeklemmt oder so.

Das ist der hässliche Bruder vom Bandscheibenvorfall. Die Schmerzen waren am Ende so schlimm, das ich nicht mehr liegen konnte weil ich von den Schmerzen diverse Krämpfe bekommen haben, das waren die schlimmsten Schmerzen die ich jemals hatte. Damals hab ich mich dann in die Notaufnahme fahren lassen (Mit dem roten Kreuz, im Auto konnte ich nicht mehr sitzen) weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, und da habe ich dann Morphium und ein Krankenhausbett bekommen weil es so wahnsinnig weh getan hat.

Damals hat man mir erklärt das Ibuprofen und co. auch gegen solchen Nervenschmerzen gar nicht wirken, weswegen man man bei manchen Rückenleiden keine Erleichterung erfährt sie aber dennoch nehmen muss damit die Verspannungen verschwinden. Letzendlich haben mich damals auch ein paar Diclofenac-Injektionen gerettet.

An meinen Füßen waren dann die Nerven auch mal so sehr gereizt das Novalgin nicht mehr geholfen hat. Dann habe ich Tilidin bekommen, aber das ist Gott sei Dank mittlerweile besser.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.04.2019 von Herrmannsegerman.)
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#93
26.04.2019
Nighty Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Ich habe kein Lieblings Medikament, obwohl Tavor ist nett wenn es meine Mitmenschen bekommen, das macht sie weniger nervig und weniger anstrengend. Schade das ich mir kein Bonbonglas damit auf den Tresen stellen kann:" Nimm erst mal eine und komm erst mal runter..."  Cheerilee awesome  

Zitat:Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure? Alles wirkungsloser Mumpitz, auch in vierstelligen Dosen...

Bei Otto Normalverbraucher wirkt so was ganz gut, wo es allerdings chronisch wird funktioniert der Standard oft nicht mehr. Gerade Kandidaten mit Migräne oder "Rücken" sind Kunden die schnell mal ein Chronisches Schmerzsyndrom entwickeln bei dem sich der Schmerz quasi verselbstständigt. Verschiedene Wirkstoffe greifen bei unterschiedlichen Menschen auch unterschiedlich, mir z. B. Paracetamol gegen Schmerzen zu geben ist sinnlos, es greift einfach nicht gut. Paracetamol wurde als Fiebersenker entwickelt, erst danach kommt die Wirkung gegen Schmerzen.

Zitat:Das gleiche gilt bei Erkältungen. Alles, was man in der Apotheke bekommt, ist reine Geldmacherei und völlig wirkungslos... trinken und schlafen und das ein paar Wochen lang, und hoffen, dass man sich nicht erneut was einfängt in der Zeit.

Da würde ich sogar zustimmen, das Meiste was man frei in der Apotheke kaufen kann ist Quatsch und lindert nur Symptome für ein Weilchen. Am besten man kuriert sich aus, sich "dopen" damit man trotzdem arbeiten kann zieht die Sache nur in die Länge. Die typischen Symptome sind natürliche Reaktionen des Körpers, die man am besten einfach aushält. Gleiches gilt für Fieber, alles was aus dem kritischen Bereich draußen bleibt sollte man nicht bekämpfen. Auch Übelkeit und Erbrechen fallen unter diese Kategorie, ich erlebe es wie oft, das Leute bei der typischen infektiösen Gastroenteritis (infektiöser Brechdurchfall)  einen RTW rufen und sich für einen "Notfall" halten. Gerade wenn die Nummer keine 24 Stunden alt ist macht das keinen Sinn, wenn man nicht gerade ein Greis ist. Was keine Miete zahlt muss halt raus und dem eigenen Porzellangötzen huldigen ist angenehmer als das Gleiche im Krankenhaus zu tun.  RD laugh  

Eigentlich hat man bei Patienten zwei Kategorien:

Kategorie 1: "Oh mein Gott ich kann doch nicht einfach Medikamente einwerfen wenn ich Kopfweh hab. Ich muss genau wissen warum ich Kopfweh hab. Ganz sicher brauche ich ein MRT."

Kategorie 2: " Ich hab mir gestern in der Muckiebude wohl ein bisschen zu viel zugemutet und jetzt hab ich "Rücken" naja Mutti hat ja noch Tramadol gegen ihren Bandscheibenvorfall. Oh prima die haben das in ein Schnapsglas abgefüllt, ich muss nur noch den Plastikdeckel abbekommen".    

Beide sind Idioten. Ein geordneter Haushalt hat eine Hausapotheke und daraus etwas nehmen ist kein Fehler. Hochpotentes Zeug schlucken, das einem nicht verschrieben wurde, ist dumm. Genauso die Parole, viel hilft viel.
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#94
26.04.2019
Esobrony Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
die gute alte Tinktura Opii gegen Durchfall bei Kurzdarmsyndrom
zur Zeit hab ich auch übelste Zahnschmerzen und sollte mal zum Zahnarzt (hab schon einen termin) . Weil ich die Opiumtinktur nicht als Schmerzmittel missbrauchen will ( da müsste ich dann mit der Dosis weiter nach oben) ...nehm ich frei verkäufliche Pflanzliche Schmerzmittel...Kr...m

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#95
26.04.2019
Herrmannsegerman Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(26.04.2019)Nighty schrieb:  Gerade Kandidaten mit Migräne oder "Rücken" sind Kunden die schnell mal ein Chronisches Schmerzsyndrom entwickeln bei dem sich der Schmerz quasi verselbstständigt.

Ich kann mich dunkeln errinern das ich 2012 von einem Orthopäden diese Diagnose zusammen mit einer Überweißung zum Phsychater bekommen habe weil "Fehlstellungen in dem Alter nicht solche Schmerzen bereit" und ich einige Zeit davor phsychologische Auffälligkeiten wegen einer Schilddrüsenerkankung hatte. Am Ende des Tages kommt man sich als Patient nicht nur maximal verarscht vor, sondern wandert auch 4 Jahre zu diversen Ärzten weil man weiß das es nicht phsychisch ist, woraufhin man durch ein MRT fällt und man eine Entzündung findet, die in den letzen vier Jahren ohne Gewissensbisse Party feiern konnte und stellt dann erstaunt fest "das es wohl doch kein chronisches Schmerzsyndrom war".

Daher muss ich gestehen das alleine dieses Wort ein leichter Triggerfaktor ist weil man meiner Erfahrung nach Schmerzen zu schnell als phsychisches Problem abtut ohne die Ursache einzustellen.

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#96
27.04.2019
Mephysta Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Naja, das Problem ist, dass man physische Schmerzen tatsächlich nicht gut von somatoformen Störungen unterscheiden kann, wenn man keine körperliche Ursache feststellt. In Deinem Fall war es Pfusch, dass keine vollständige Diagnostik durchgeführt wurde - MRT sollte bei unerklärlichen Schmerzen eigentlich eines der ersten Mittel zum Zweck sein.

Aber die meisten somatoformen Schmerzpatienten glauben auch nicht, dass ihr Schmerz "nur psychisch" ist, weil das häufig mit "bilde ich mir nur ein" gleichgesetzt wird. Schmerz ist ausschließlich ein Signal, das unser Hirn produziert. Schmerz entsteht nicht an der Verletzung/Entzündung/etc, sondern einzig in unserem Hirn, das uns vor dieser Schädigung warnt. Entsprechend ist es problemlos vorstellbar, dass Schmerz auch ohne diese Schädigung entstehen kann, wenn das Hirn einen Fehlalarm gibt.

Ich hatte schon Patienten vor mir sitzen, die hatten derartige Schmerzen (und diese Schmerzen waren mehr als real und in keinster Weise hypochondrisch), dass sie zu Beginn der Therapie nicht aufrecht sitzen oder überhaupt ihren Rücken kurzfristig belasten konnten, ohne dass ihnen vor Schmerz Tränen in den Augen standen oder sie zu zittern begannen. Natürlich waren die Leute auch erstmal "beleidigt", als man ihnen sagte, der Schmerz sei "nur psychisch". Aber die Therapie gibt den Behandlern recht. Nach mehreren Wochen in Schmerzgruppen, psychoedukativen Gesprächen und weiteren psychotherapeutischen Interventionen war der Schmerz zwar nicht einfach weg (das funktioniert in den seltensten Fällen so einfach), aber so deutlich reduziert, dass man damit ohne größere Einschränkungen umgehen und ihn weiter reduzieren konnte.

Dem Beitrag von Nighty kann ich auch nur anfügen:
Häufig sind da Patienten bei uns gelandet, die sich (wie Eldur) einfach so dermaßen mit Schmerzmitteln überdosieet haben, dass diese jegliche Wirkung verloren haben und dann fangen die Probleme richtig an, weil man sich jegliche Chance auf kurzfristige Linderung verbaut. Schmerz ist trotz physischer Ursache auf psychischer Ebene regulierbar. Dazu gehört auch verantwortungsvoller Umgang mit Schmerzmitteln. Es kann nämlich durchaus passieren, dass man sich irgendwann so derartig in seine Erkrankung reinsteigert, dass der Schmerz in keinem Verhältnis mehr zur eigentlichen Krankheit steht und man sich selbst das Leben schwerer macht als es eh schon ist. Dazu gehören dann permanente Schonhaltungen, die Gelenke und Muskeln noch schlimmer beanspruchen als eh schon und solche Dinge. Nicht zu vergessen, dass man irgendwann Nierenversagen und Co. in die Liste seiner Probleme einordnen kann, wenn man sich ständig mit irgendwelchen Medikamenten überdosiert.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.04.2019 von Mephysta.)
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#97
27.04.2019
Herrmannsegerman Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Es mag für Ausenstehende zwar unglaublich erscheinen, aber ich würde Eldurs Schilderungen als normal betrachten. Chroniche Schmerzen erzeugen einen ziemlich enormen Gewöhnungseffekt, und man verliert irgendwann das Gefühl wie stark sie im Vergleich z.b. einer frischen oder aktuen Problematik sind. Ein Schnitt in den Finger nehme ich z.B. als schlimmer war als der chronischee Schmerz.

Diclofenac und Ibuprofen helfen mir z.b. auch nicht. Gar nicht. Ich nehme sie zwar begleitend weil ich Ibuprofen gut vertrage und es bei starker Belastung ein Wiederaufflammen der Entzündung verhindert, aber Schmerztechnisch hiflt es gar nicht. Selbst Novalgin kommt bei mir an die Grenzen, wenn es ganz schlimm ist, macht es die Sache allenfalls besser obwohl ich gerade 2000 mg genommen habe was eigentlich schon extrem viel ist.

Daher finde ich es nicht ungwöhnlich solche Aussagen zu treffen, auch wenn die Mittel natürlich nicht schwachsinn sind. Wenn ich Kopfscherzen habe, helfen sie z.B. sehr gut.

(27.04.2019)Mephysta schrieb:  Aber die Therapie gibt den Behandlern recht. Nach mehreren Wochen in Schmerzgruppen, psychoedukativen Gesprächen und weiteren psychotherapeutischen Interventionen war der Schmerz zwar nicht einfach weg (das funktioniert in den seltensten Fällen so einfach), aber so deutlich reduziert, dass man damit ohne größere Einschränkungen umgehen und ihn weiter reduzieren konnte.

Ich weiß nicht, ich kann mir vorstellen das es sicherlich Leuten hilft aber sind diese Gruppen wirklich ein so tolles Wundermittel?

Ich persönlich habe sie schon ein paar mal empfohlen bekommen (wobei des da auch körperliche Komponenten gab), aber ich kann mir absolut nicht vorstellen das meine persönliche Situation dadurch besser wird. Vielleicht ist mein Mindset da anders eingestellt als bei den meisten.

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#98
27.04.2019
Mephysta Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
Ich hab ja auch nicht gesagt, dass ich nicht glaube, dass die nicht anschlagen. Was ich meinte war, dass sie vermutlich unter Anderem deshalb nicht mehr anschlagen, weil man sich ständig einen Spiegel davon anfuttert und der Körper deshalb irgendwann einfach resistent gegen die Wirkstoffgruppe wird. RD wink

Ich kann den Impuls verstehen, einfach Schmerzmittel zu nehmen, damit der Schmerz schnell weggeht (und höher zu dosieren, falls es nicht reicht), aber seinem Körper tut man damit absolut nichts Gutes. Der Körper gewöhnt sich irgendwann an den Wirkstoff und der wirkt dann schlichtweg nicht mehr (bzw braucht ne höhere Dosis und wenn man sich irgendwann an die höhere Dosis gewöhnt hat, dann braucht man eine NOCH höhere Dosis usw.)

Das Problem ist, dass Schmerzmittel die Symptome und nicht die Ursachen bekämpfen. Was würde man denn machen, wenn die 2000er anschlägt? 4-mal am Tag, damit der Schmerz erträglich ist? Und wenn das nicht mehr reicht? Nächsthöhere Dosis? Wohin führt das? Wenn man das weiter aufschaukelt, sind - je nach Stoffgruppe - Abhängigkeit und Organversagen noch die kleineren Probleme.
Man sollte Medikamente immer genau nach Absprache mit den Behandlern einnehmen (und selbst da finde ich es manchmal erschreckend, wie lax manche Ärzte mit verschreibungspflichtigen Medikamenten umgehen - als wären das Smarties.)
Also dauerhafte Medikation mit Schmerzmitteln hilft gar nicht. Im Gegenteil. Der Körper versucht irgendwann, den Spiegel an Schmerzmitteln zu "überschreien", sodass der Schmerz schlimmer ist als zu dem Zeitpunkt, als man angefangen hat, regelmäßig Meds zu nehmen.

Was Schmerzgruppen angeht: Och, Dein Mindset ist da gar nicht so anders als von Anderen. Es entspricht sogar der häufigsten Meinung Betroffener. Pinkie happy
Aber das ist tatsächlich sogar eher ein Problem. Psychotherapie ist durchaus potent in der Behandlung von Schmerzstörungen (auch solchen mit physischer Ursache), aber die meisten Betroffenen sind von vornherein der Ansicht, dass es ihnen ja sowieso nicht helfen würde und gehen entsprechend nicht hin oder lassen sich auf Biegen und Brechen dorthin schleppen, haben aber keinerlei Ambitionen, an den Interventionen mitzuwirken. Da man als Psychologe seinen Patienten nicht gegen dessen Willen behandeln kann, sondern auf seine Mitarbeit angewiesen ist, bringen solche Aktionen dann entsprechend nicht viel. ^^
Gerade bei chronischen Schmerzen, die sich nicht anders eindämmen lassen, weil die Ursache nicht bekämpft werden kann und Schmerzmittel und Co. nicht mehr richtig anschlagen, kann sowas sehr gut dabei helfen, den Schmerz zumindest zu regulieren. Ich nutze einige Übungen aus solchen Gruppen selbst z. B. gegen Migräne und für mich wirkt das erstaunlich gut. Zudem wende ich diverse Ratschläge und Anweisungen zum Medikamentenmanagement auch selbst an und mein Med-Konsum ist seitdem deutlich sparsamer als auch effizienter.

Wenn einem von Ärzten und Co etwas weiterempfohlen wird, sollte man immer drin denken, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass das irgendein unwirksamer Voodoo ist - die Krankenkassen bezahlen den Kram nämlich größtenteils (wenn es ne "richtige" Therapie ist) und die bezahlen äußerst ungern irgendwas, dessen Effektivität nicht ca 2647483-mal nachgewiesen wurde. RD laugh

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#99
27.04.2019
Herrmannsegerman Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(27.04.2019)Mephysta schrieb:  Der Körper gewöhnt sich irgendwann an den Wirkstoff und der wirkt dann schlichtweg nicht mehr (bzw braucht ne höhere Dosis und wenn man sich irgendwann an die höhere Dosis gewöhnt hat, dann braucht man eine NOCH höhere Dosis usw.)

Nicht immer. NSAR sind da weniger anfällig als Opiate, aber das ist in der Tat ein Problem.

Deswegen bin ich ganz froh das wir Novalgin haben und es nicht wie in Schweden oder den USA verboten ist. Dort müsste ich auch Opiate umsteigen und diese bilden bei häufiger Einnahme viel eher einen Gewöhnungseffekt.

(27.04.2019)Mephysta schrieb:  Das Problem ist, dass Schmerzmittel die Symptome und nicht die Ursachen bekämpfen. Was würde man denn machen, wenn die 2000er anschlägt? 4-mal am Tag, damit der Schmerz erträglich ist? Und wenn das nicht mehr reicht? Nächsthöhere Dosis? Wohin führt das? Wenn man das weiter aufschaukelt, sind - je nach Stoffgruppe - Abhängigkeit und Organversagen noch die kleineren Probleme.

Man muss natürlich immer die Ursache bekämpfen, da bin ich voll auf deiner Seite. Nur kann man halt diverse Probleme nicht sofort abstellen. Aber um deine Konkrete Frage zu beantworten: Würde der Schmerzmittelkonsum aus dem Rahmen fallen, hätte man chirurgische Möglichkeiten. (Gelenk rekonstruieren, Gelenk fixieren)

Bisher hat sich in drei Jahren aber kein Gewöhnungseffekt eingestellt. Ich nehme bei schlimmen Schmerzen sogar etwas weniger Schmerzmittel als zu Anfang weil es Schrittweise besser wird.

Nur wenn andauernd jeder erzählt wie schlimm Medikamenteneinnahme ist, wundert es mich relativ wenig das mittlerweile Schmerzmittel recht stigmatisiert sind und das durchleben selbst starker Schmerzen einfach erwartet wird. Auch vom Umfeld.

(27.04.2019)Mephysta schrieb:  Was Schmerzgruppen angeht: Och, Dein Mindset ist da gar nicht so anders als von Anderen. Es entspricht sogar der häufigsten Meinung Betroffener. Pinkie happy

Ich verstehe deine subtile Kritik, aber ich werde trotzdem nicht zur Kunsttherapie gehen. Big Grin

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27.04.2019
Mephysta Offline
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RE: Lieblings Arznei / Medikamente
(27.04.2019)Herrmannsegerman schrieb:  Nicht immer. NSAR sind da weniger anfällig als Opiate, aber das ist in der Tat ein Problem.

Deswegen bin ich ganz froh das wir Novalgin haben und es nicht wie in Schweden oder den USA verboten ist. Dort müsste ich auch Opiate umsteigen und diese bilden bei häufiger Einnahme viel eher einen Gewöhnungseffekt.
Also tatsächlich wird einem bereits bei stinknormalem Aspirin angeraten, das wegen der Gewöhnungseffekte nicht so regelmäßig einzunehmen. Das hat nicht unbedingt etwas mit der chemischen Zusammensetzung zu tun (nur, dass Opiate eben schon von vornherein körperlich abhängig machen), sondern mit der Art und Weise, wie der Körper mit und auf Schmerzen reagiert. Wobei ich Novalgin jetzt auch nicht unbedingt als harmlos bezeichnen würde. Da kommen ein paar üblere Nebenwirkungen zustande als bei den freiverkäuflichen - was vermutlich auch der Grund ist, warum das in anderen Ländern gar nicht erst eingesetzt wird. Sicher nicht so arg wie Morphium, aber sind eben auch keine Hustenbonbons.

(27.04.2019)Herrmannsegerman schrieb:  Nur wenn andauernd jeder erzählt wie schlimm Medikamenteneinnahme ist, wundert es mich relativ wenig das mittlerweile Schmerzmittel recht stigmatisiert sind und das durchleben selbst starker Schmerzen einfach erwartet wird. Auch vom Umfeld.
"Stigmatisiert" klingt, als wäre es völlig unproblematisch, permanent die chemische Zusammensetzung des Körpers zu verändern - ich kann Dir versichern, dass es das nicht ist. Es ist ungefähr so stigmatisiert wie das Rauchen - also absolut zurecht. Tongue

Don't get me wrong: Ich halte es für absolut richtig, was Nighty gesagt hat.
(26.04.2019)Nighty schrieb:  Kategorie 1: "Oh mein Gott ich kann doch nicht einfach Medikamente einwerfen wenn ich Kopfweh hab. Ich muss genau wissen warum ich Kopfweh hab. Ganz sicher brauche ich ein MRT."

Kategorie 2: " Ich hab mir gestern in der Muckiebude wohl ein bisschen zu viel zugemutet und jetzt hab ich "Rücken" naja Mutti hat ja noch Tramadol gegen ihren Bandscheibenvorfall. Oh prima die haben das in ein Schnapsglas abgefüllt, ich muss nur noch den Plastikdeckel abbekommen".

Beide sind Idioten. Ein geordneter Haushalt hat eine Hausapotheke und daraus etwas nehmen ist kein Fehler. Hochpotentes Zeug schlucken, das einem nicht verschrieben wurde, ist dumm. Genauso die Parole, viel hilft viel.
Man sollte Schmerzen nicht einfach "aushalten" (das bringt übrigens ungefähr genauso viele Probleme mit, wie sich einfach in Schmerzmitteln zu ertränken) - man sollte schon 'was dagegen machen. Aber man sollte nicht zu sehr gegenüber dem abstumpfen, was man da macht.

Wenn ich jetzt aus dem Stand 2000mg Novalgin einnehmen würde, würde ich vermutlich sämtliche potentielle Nebenwirkungen abfangen und meinen Körper völlig ausknocken. Für Dich ist das eine Dosis, an die Du Dich rangetastet hast, weil Du gemerkt hast, dass die vorherigen Zwischenschritte nicht angeschlagen haben. (Das würde ich jedenfalls mal annehmen, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Dir das direkt beim ersten Arztbesuch verschrieben wurde. ^^)

(27.04.2019)Herrmannsegerman schrieb:  Ich verstehe deine subtile Kritik, aber ich werde trotzdem nicht zur Kunsttherapie gehen. Big Grin
Oh, das galt nicht so sehr der Überzeugung Deiner Person, sondern eher einer generellen Darstellung der Probleme, wie ich sie für diese Patienten häufiger erlebe. Am Ende kann (und sollte mMn) natürlich jeder für sich selbst entscheiden, welche Behandlungen er zulässt und welche nicht. Aber: Auch, wenn das jetzt vermutlich eher 'n Witz war, der Vollständigkeit halber trotzdem, um Verwirrungen vorzubeugen: Schmerzgruppen sind keine "Wir malen unsere Gefühle und reden im Anschluss darüber"-Bastelkreise. Das sind medizinische Informationsgruppen, die einem einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Beschwerden, deren Behandlung (u.A. Pharmaka) und Ursachen beibringen. Zudem kriegt man eine Reihe Übungen an die Hand, die man durchführen kann, wenn die Schmerzen ins Unerträgliche abrutschen, damit man die Schmerzen kurzfristig wieder abbauen kann und ggf. den "Anfall" wieder in den Griff bekommt, ohne in die Hausapotheke zu greifen.

Ich würd' Dir das ehrlich gesagt aber auch gar nicht raten - wenn man von vornherein skeptisch ist, macht man die Übungen nicht voll mit, hört nicht auf das, was die Psychoedukation einem rät und macht generell einfach weiter sein eigenes Ding. Das ist nicht mal böse gemeint oder so. Ich hab' viele Patienten erlebt, die von den Interventionen nicht profitiert haben, weil sie sich nicht richtig 'drauf einlassen konnten und deshalb am Ende jeder Stunde trotzdem noch da standen, wo sie angefangen haben. Für einige ist's vermutlich auch einfach nicht das Richtige - ähnlich, wie der Eine auf Paracetamol nicht anspricht, dafür aber Ibuprofen super verträgt. Am Ende des Tages sind psychotherapeutische Interventionen nicht anders als medizinische - die greifen von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.

Ich habe allerdings einen großen Haufen Patienten erlebt, die deutlich gebessert aus diesen Gruppen hervorgegangen sind und die vorher gar nicht mehr 'dran geglaubt haben, je wieder ein einigermaßen (wenn 'ne körperliche Ursache vorliegt, die nicht verändert wird, werden die Beschwerden natürlich nicht einfach komplett verschwinden) schmerzfreies Leben führen zu können - denen hat das geholfen. Also vermutlich kein "Wundermittel", aber, naja... Medizin halt. Big Grin

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