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21.05.2019, 16:59



Terroranschläge in Großstädten
21.03.2019
Meganium Online
Busfahrerpony
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Beiträge: 10.082
Registriert seit: 15. Jan 2012

RE: Terroranschläge in Großstädten
Ich wusste garnicht, dass es ein Recht ist, ein Gerät zu besitzen, dessen Nutzen es ist, Tiere und andere Menschen zu töten. Hier wird gerade gesprochen, dass Rechte eingeschnitten werden. Wobei doch, ich weiß, dass es ein Recht ist, leider in vielen Ländern. Aber das (potentielle) Recht auf das Töten eines Menschen ist eine Perversion in der heutigen Gesellschaft, wie auch sämtliche Rechtfertigungen dazu. Und natürlich macht sich Skepsis breit, dass ein Verbot ja gar nichts bringe. Ja, Verbote werden nichts bringen. Aber dieses Rechtfertigungsargument hat einfach einen faden Nachgeschmack.

Ich selbst bin froh, dass die Rechte hier derart stark eingeschränkt sind, und ich hoffe, dass auch andere Länder da nachziehen. Initiatioren anderer Länder, die dies in Gang gesetzt haben, dürfen sich dann für einen Friedensnobelpreis bewerben.

Edit: Hermanns Beitrag samt Link habe ich nicht kommen sehen.

Sollte jemand diese Signatur lesen können, bitte umgehend in meinem Frage-Thread melden.

one minute of silence for marble pie
[Bild: bug.gif]
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21.03.2019
RipVanWinkle Offline
Wonderbolt
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Beiträge: 2.036
Registriert seit: 03. Apr 2015

RE: Terroranschläge in Großstädten
Zitat: Ja, Verbote werden nichts bringen.
Aber warum macht man sie denn dann?
Ich will hier nicht gegen Waffenverbote argumentieren, ich find die Lage in Deutschland gut so, wie sie ist.
Nur ist das so ein Argument, dass man auch gerne für die Legalisierung von Drogen bekommt, dass es die Leute nur in die Illegalität treibe, aber so oder so stattfinde und deswegen sei das Verbot ohne Wirkung.
Und da finde ich das Argument auch schon bescheuert.

[Bild: dvodJNg.jpg]

Und so wurde das öffentliche Wohl, wie man es in den meisten Angelegenheiten pflegt, von persönlichen Interessen übertrumpft.
- Gaius Sallustius Crispus, 40 v.Chr.
(über die Zustimmung des EU-Parlaments zur europäischen Urheberrechtsreform)
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21.03.2019
Dictionary Offline
Ponyville Pony
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Beiträge: 232
Registriert seit: 22. Mär 2014

RE: Terroranschläge in Großstädten
(21.03.2019)RipVanWinkle schrieb:  
Zitat:  Ja, Verbote werden nichts bringen.  
Aber warum macht man sie denn dann?

Blinder Aktionismus gepaart mit lähmender Fachunkenntnis, wie erläutert.

(21.03.2019)RipVanWinkle schrieb:  Ich will hier nicht gegen Waffenverbote argumentieren, ich find die Lage in Deutschland gut so, wie sie ist.

Wie kann man denn die aktuelle Waffenrechtslage in Deutschland gut finden und sich trotzdem – zumindest indirekt –für Waffenverbote aussprechen? Die bösen Waffentypen, die Brenton Tarrant benutzt hat, sind in Deutschland allesamt für Jäger und Sportschützen erwerbbar. Kurios.
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21.03.2019
RipVanWinkle Offline
Wonderbolt
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Beiträge: 2.036
Registriert seit: 03. Apr 2015

RE: Terroranschläge in Großstädten
Wie gesagt wollte ich weder für noch gegen Waffenverbote argumentieren. Ich sehe bei der Lage wie wir sie jetzt hier haben keinen Änderungsbedarf. Also beruhig dich gerne, ich hatte nie vor deine jimmies zu rustlen. Ich habe mich nur explizit darauf beziehen wollen, wenn man sagt Verbot bringt eh nix. Sonst auf gar nichts.

[Bild: dvodJNg.jpg]

Und so wurde das öffentliche Wohl, wie man es in den meisten Angelegenheiten pflegt, von persönlichen Interessen übertrumpft.
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21.03.2019
Lethrael Offline
Enchantress
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Beiträge: 699
Registriert seit: 08. Aug 2015

RE: Terroranschläge in Großstädten
(21.03.2019)Dictionary schrieb:  Beispielsweise zum schnellen Nachschuss bei einem vorangegangenen unsauberen Treffer, um dem Wild das unnötige Leid der Nachsuche zu ersparen. Oder auch für effektiveres Wirken bei Drückjagden, auf denen massiver Schwarzwildabschuss gefordert ist.

Tipp am Rande: Wenn du eine Frage stellst, sollte der Unterton auch dazu passen – und bestenfalls nicht so klingen, als wüsstest du bereits eine bessere Antwort. Nur, weil Vati gegebenenfalls nichts vom jagdlichen Einsatz eines Halbautomaten halten mag, ist das keine allgemeingültige Wahrheit.

Abgesehen davon, dass Halbautomaten für Jagdzwecke also sehr wohl ihre Daseinsberechtigung haben, sehe ich den Bedarf bei Sportschützen als viel dringender an. Dynamische Disziplinen ohne Selbstlader machen nun mal relativ wenig Sinn – ich möchte meinen Standpunkt diesbezüglich ausdrücklich nicht auf die Jagd reduziert wissen.

Den Zwilling als Begriff für die Doppelflinte lass ich mir ja noch gefallen, aber was in Hergottsnamen ist ein Ein-Schuss-Oberhand-Repetierer? Hast du überhaupt einen Schimmer, worüber du dich hier auslässt?  Lyra astonished

(21.03.2019)Lethrael schrieb:  Außerdem sind halbautomatische Waffen "einsteigerfreundlicher" also können auch schlechtere Schützen durch schnellere Schüsse ein besseres Trefferbild hinlegen.

Ausgemachter Blödsinn. Wer mit dem Repetierer nichts trifft, trifft mit dem Selbstlader genauso wenig.

(21.03.2019)Lethrael schrieb:  Und zur Sache mit den Blankwaffen etc. der Zugriff zu solchen Sachen zu beschränken ist doch ein erster und sehr logischer Schritt.

Das findest du logisch? Ist die konsequente Fortführung im Sinne eines Axt- und Pkw-Verbotes für Privatpersonen ebenso logisch?

Okay beim Jagen kan ich bei der Drückjagd durchaus einen Zweck fürhalbautomatische Waffen sehen.
Allerdings sind Drückjagden in Neuseeland glaube ich eher selten.

Und nein ich weiß nur grob worüber ich mich da auslasse.
Und Einschuss Oberhand Repetierwaffen war ein Versuch eine Waffe zu beschreiben.
so etwas wie das hier

Und was die Sache mit dem nichts treffen angeht.
Es geht mir dabei nicht um das nicht treffen, sondern um das schlecht treffen.
Du spielst nämlich die Möglichkeit dass jemand mit einer Halbautomatik mehr Versuche mit einer schlechten Gegenallegorie herunter.
Sorry, aber das funktioniert nicht.

Nun zur Sache mit dem Auto / Axt Verbot:
Beides sind per Definition keine Waffen.
Wenn man ein Auto kauft, dann mächte man damit fahren, oder?
Und es nicht auf eine andere Weise benutzen.
Auch eine Axt ist in erster Linie ein Werkzeug und nicht zum töten ausgelegt,
Zumindest in der heutigen Zeit.
Ein Gewehr ist dafür gedacht jemanden oder etwas zu treffen. Sei es eine Scheibe, ein MEnsch oder ein Tier.
Also soll es etwas anderes machen, als ein Auto, oder eine Axt.

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21.03.2019
Herr Dufte Offline
Royal Guard
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Beiträge: 2.511
Registriert seit: 18. Feb 2012

RE: Terroranschläge in Großstädten
Könmte man bitte diese langweilige Diskussion über Waffen einstellen? Ich finds ja toll, dass ihr alle ganz viel halbwisseb habt, aber der Terrorist hat das nicht gemacht, weil Waffen in Neuseeland so leicht zu kaufen sind, sondern weil er dem "great replacement" meme angehangen ist. (Okay technisch hat er es auch wg den Waffenrecht gemacht, weil er ein backlash bzgl Waffenrechts provozieren wollte um Spannung zu Erzeugung...)
Das meme was seit Jahren im Internet gepushed wird, mit Ikonen wie Lauren southern. Das was hier im forum auch gerne verteidigt wird. Halt die dämliche, um nicht zu sagen rassistische, Idee "Weiße" (Damit meine ich nicht Menschen weißer Hautfarbe als individuen, sondern das Konzept von Weißheit) seien etwas intrinsisch schützenswertes und ein angriff darauf rechtfertige "Selbstverteidigung". Besonders bizzar ist das Konzept, wenn man die one drop rule betrachtet: Weiß sein ist rezessiv, " Mischlinge" werden fast nie als weiß wahrgenommen. Entsprechend war Obama etwa der erste schwarze Präsident. Entsprechend hält sich das meme. Sieht man z.b daran wenn man von Überfremdung spricht: jeder der innerhalb von 3? Generation einen nichtdeutschen Vorfahren hat, gilt als mit Migrationshintergrund.
Und dieses meme ist halt so weit verbreitet, bis in die bürgerliche Mitte, das ist gruselig.

„We need women and gender fluid characters in video games in order to trigger the incels. Ayy Lmaooo."
~ Karl Marx, ca. 1850
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.03.2019 von Herr Dufte.)
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22.03.2019
Mc Timsy Offline
Wonderbolt
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Beiträge: 1.787
Registriert seit: 01. Jul 2013

RE: Terroranschläge in Großstädten
Dictionary schrieb:Es ist kein zulässiges Argument für die Beschneidung der Rechte Dritter. Ein Szenario, in dem ein Pkw vorsätzlich in eine Menschenmenge rast, stellt sich in der Regel nicht so verheerend dar, als würde ein ausgewachsener 40-Tonner voranpreschen – trotzdem ist es das gute Recht eines jeden, der vom Gesetzgeber als tauglich angesehen wird, den Führerschein für beide Fahrzeuge zu erwerben.

Ähm, doch. In einem Fall sterben 20 Menschen, im anderen Fall 30. Wenn wir also davon ausgingen, dass ein Verbot von halbautomatischen Waffen tatsächlich den Effekt hätte die Zahl der Toten um 1/3 im Falle eines Anschlages zu senken, dann wäre das definitiv ein Punkt, den der Gesetzgeber diskutieren sollte.

Das Beispiel mit dem Auto hinkt übrigens gewaltig. Ein Auto hat noch einen riesigen gesellschaftlichen Nutzen, der über das reine Hobby hinaus geht. Und genau wie Waffen kannst du eine Schaden/Nutzen Abwägung treffen, die dann beispielsweise zu Fahrverboten für "unsaubere" Fahrzeuge in Innenstädten führen kann. Alkoholische Getränke machen Menschen auch Spaß, aber eine Kosten/Nutzen Rechnung kann ergeben, dass man beispielsweise den Verkauf an Minderjährige einschränkt, Steuern zur Preissteigerung einführt, oder, oder, oder.


Und es ging ja um die prinzipielle Aussage. Wenn wir annehmen, dass weniger Tote besser sind und es Grund zu der Annahme gibt, dass ein Verbot von halbautomatischen Waffen die Opferzahlen reduziert, dann brauchst eigentlich du einen besseren Grund als herbeifantasierte Freiheitsrechte.
Ich meine, gehen wir mal ein bisschen weiter. Jagen und Sportschießen kannst du auch mit Bogen und Armbrust. Bei den Nachladezeiten könnten wir deine 20 sogar noch unterbieten und lassen den Angreifer mal großzügig 5 Leute erwischen, bevor er überwältigt wird. Wenn wir nur die Maßgabe anlegen, dass Tote vermieden werden sollen, dann ist eine Beschränkung auf Pfeil und Bogen für Sport- und Jagdaktivitäten sinnvoll.

Um nicht missverstanden zu werden. Ich selbst habe kein Problem mit der Jagd oder Sportschießen. Ist nicht mein Bier, aber eine Diskussion über die Attraktivität von Hobbies ist nicht wichtig. Wir unterhalten uns jetzt aber darüber, dass du in deinem eigenen Beispiel die Zahl der Toten bei einem Verbot halbautomatischer Waffen geringer angesetzt hast, was ein verdammt gutes Argument für ein Verbot darstellt. Wir reden immerhin von 10 Leuten, die mit dem Leben davon kommen.
Und naja, da ich nicht davon überzeugt bin, dass der Besitz von Waffen irgendein unverzichtbares Freiheitsrecht darstellt ist das Freiheitsargument eine Grundargumentation die bei mir nicht zündet. Wenn du also mich überzeugen willst, musst du dir schon die Mühe machen nach den Argumenten zu suchen die mich überzeugen, nicht diejenigen, die du auf'm Schießstand hörst. Kannst natürlich auch nochmal versuchen Waffen mit Autos zu vergleichen, ich glaube aber bislang, dass der gesamtgesellschaftliche Nutzen von hoher Individualmobilität die Leidenschaft einer Minderheit und einige Notwendigkeiten bei der Jagd bei Weitem übersteigt. Übrigens, um dem schonmal zuvor zu kommen. Tieren als Jäger einen möglichst schmerzfreien Tod zu bereiten ist ein nobles Anliegen. In meinen Augen ist aber die Rettung von Menschenleben wichtiger. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. RD wink

Also, von dir selber hingesetzt, ein Verbot einer Waffengattung verhindert im Anschlagsfall 10 Tote. Diese 10 Toten muss die Gesellschaft in Kauf nehmen weil...

Den Wind können wir nicht bestimmen, aber die Segel richtig setzen.
- Lucius Annaeus Seneca -
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22.03.2019
Leon Online
Vorschläfer Adminpony
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Registriert seit: 12. Sep 2012

RE: Terroranschläge in Großstädten
Die Theorien, in wie weit die Opferzahl durch das Verbot eines bestimmten Waffentyps niedriger wären, wirken etwas an den Haaren herbeigezogen. Es wirkt zwar plausibel aber ich halte den Schaden, den eine Waffe bei so einem Anschlag letztlich anrichtet, relativ unabhängig davon, wie "einfach" sie zu bedienen ist, sondern mehr oder weniger für Zufall, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Täter gleich 5 Waffen dabei hatte.
Mir scheint es fast, als ob mit solchen Verboten sogar von anderen Schwächen bei der Gesetzgebung versucht wird, abzulenken. Bisher musste man in Neuseeland die Waffen auch nicht mal registrieren und eine Änderung daran ist nicht konkret geplant.

Dieser Post enthält keinen nicht jugendfreien Inhalt.
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.2019 von Leon.)
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22.03.2019
Dictionary Offline
Ponyville Pony
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Beiträge: 232
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RE: Terroranschläge in Großstädten
(21.03.2019)Herr Dufte schrieb:  Könmte man bitte diese langweilige Diskussion über Waffen einstellen?

Hast Recht. Lass mal aufhören, über Rechtsentwicklungen zu diskutieren, die auch in unserem Land eine Auswirkung haben könnten. Reden wir lieber über halbironische rechte Memes, und sobald wir damit durch sind, besprechen wir am besten Pewdiepie. RD wink

(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  In einem Fall sterben 20 Menschen, im anderen Fall 30. Wenn wir also davon ausgingen, dass ein Verbot von halbautomatischen Waffen tatsächlich den Effekt hätte die Zahl der Toten um 1/3 im Falle eines Anschlages zu senken, dann wäre das definitiv ein Punkt, den der Gesetzgeber diskutieren sollte.

Da hast du mich missverstanden. Das gesamte von mir eingebrachte Beispiel rund um das fiktive "Gott sei Dank ..."-Statement, das ich der neuseeländischen Regierung in den Mund gelegt habe, diente auf gar keinen Fall dazu, eine Pauschalgleichung Halbautomat = mehr Tote zu verifizieren. Im Gegenteil – ich halte den eingesetzten Waffentyp für einen von vielen Faktoren, der sich in Abhängigkeit zu den anderen äußeren Einflüssen der Amoklage entweder erhöhend oder mindernd auf die Opferzahl auswirken kann.

Pauschalprognosen diesbezüglich sind ungültig und werden von mir definitiv nicht unterstützt. Mein fiktives Regierungsstatement sollte lediglich den Unsinn hinter den aktuellen Maßnahmen aufzeigen – es glaubt schließlich niemand ernsthaft, dass, sollte es in Neuseeland zu einem erneuten Amoklauf mit ausschließlichem Einsatz von Repetierern kommen, man das Christchurch-Attentat als Vergleichsgröße heranziehen und die vorangegangenen Reformen mit "Seht ihr! Nur zwanzig Tote! Mit Halbautomaten wärens zehn mehr gewesen, ha!" glorifizieren würde.

Das Beispiel ist natürlich ebenso andersrum denkbar: Repetierer-Anschlag mit sechzig Toten im Vergleich zu Christchurchs fünfzig. Bloß ließe sich in diesem Fall keine Regierungserklärung formulieren, die meinen Punkt – nämlich die fehlende Sinnhaftigkeit quantitativer Spekulationen auf Basis des genutzten Waffentyps – untermauern würde, weil die Regierung sich naturgemäß kleinlaut halten und daran werkeln würde, Jäger und Sportschützen fortan auch noch um ihre Repetiergewehre zu erleichtern.

(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  Ich meine, gehen wir mal ein bisschen weiter. Jagen und Sportschießen kannst du auch mit Bogen und Armbrust.

Ach komm, das ist deiner vorangehenden sachlichen und aufrichtig interessieren Argumentation unwürdig.

Bei der Bogenjagd ist die tödliche Trefferzone am Wildkörper um ein Vielfaches geringer als bei der Jagd mit Feuerwaffen. Alle bejagungspflichtigen Gebiete in Deutschland auf diese Weise angemessen zu bejagen, wäre a) schlichtweg unmöglich und b) unter Gesichtspunkten der Waidgerechtigkeit schlichtweg nicht vertretbar. Die Anzahl krankgeschossener und qualvoll verendender Tiere würde sofort gen Himmel schnellen.

Die ganzen Feuerwaffendisziplinen des Schießsports wären – wär hätts gedacht – ohne Feuerwaffen natürlich ebenso undurchführbar, somit wäre das Sportschießen in seiner jetzigen Form auf keinen Fall aufrechterhaltbar.

(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  Und naja, da ich nicht davon überzeugt bin, dass der Besitz von Waffen irgendein unverzichtbares Freiheitsrecht darstellt ist das Freiheitsargument eine Grundargumentation die bei mir nicht zündet. Wenn du also mich überzeugen willst, musst du dir schon die Mühe machen nach den Argumenten zu suchen die mich überzeugen, nicht diejenigen, die du auf'm Schießstand hörst.

Auf dem Schießstand höre ich in dieser Hinsicht ganz sicher keine Argumente, da plaudere ich mit Freunden und Bekannten über andere Themen. Eine Kreiswichserei mit Leuten, die eh schon derselben Meinung sind wie ich, habe ich nicht nötig – deshalb diskutiere ich ja mit euch.

Ist aber ohnehin müßig, wenn du schlichtweg der Meinung bist, eine waffentechnische Enteignung sei kein gravierendes Einschneiden in das Recht des Schützen, und dass es nicht eines der obersten Staatsziele sein sollte, die Freiheit seiner Individuen so hoch wie möglich zu halten. Ein besseres Argument habe ich nicht – scheint also, als könnte ich dich nicht überzeugen.

Ich kann dir bloß noch mal Folgendes einbläuen, um unser vorangegangenes Missverständnis restlos zu tilgen: Die Letalität einer Waffenklasse ist in höchstem Maße an die Lage vor Ort gebunden und lässt sich pauschal nicht prognostizieren. Eine Verbotsregelung auf dieser Grundlage ist hochspekulative Willkür und beschneidet die Rechte unbescholtener Dritter unverhältnismäßig und massiv.
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22.03.2019
Mc Timsy Offline
Wonderbolt
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RE: Terroranschläge in Großstädten
Dictionary schrieb:Da hast du mich missverstanden. Das gesamte von mir eingebrachte Beispiel rund um das fiktive "Gott sei Dank ..."-Statement, das ich der neuseeländischen Regierung in den Mund gelegt habe, diente auf gar keinen Fall dazu, eine Pauschalgleichung Halbautomat = mehr Tote zu verifizieren.

Ich habe mich auch mehr an deiner saloppen Abfertigung des Punkts aufgehängt. Weniger Tote im Anschlagsfall ist kein Argument, welches man einfach so zur Seite wischen sollte, ohne eine ausreichende Begründung liefern zu können.
Da ist es auch durchaus ausreichend darauf hinzuweisen, dass die Waffengattung nur einer der vielen Faktoren ist und es eine pauschale Vorhersage darüber nicht geben kann. Aber das Argument "geringere Feuerrate = weniger Tote" ist in seiner Einfachheit ja erstmal nicht einfach von der Hand zu weisen. Daher wollte ich mehr lesen.


Zitat:Ach komm, das ist deiner vorangehenden sachlichen und aufrichtig interessieren Argumentation unwürdig.

Es ist nur eine krasse Verfolgung der Logik. Mit Bogenwaffen kannst du nicht einmal ansatzweise so viele Schüsse im gleichen Zeitraum abgeben und das Tierwohl bei der Jagd könnte man logisch dem Schutz von Menschenleben unterordnen. Weis jetzt aber ehrlich nicht, warum es bei dir eine so heftige Reaktion auslöst. Klar, es ist nicht das Schießen mit einer "modernen" Schusswaffe. Aber es macht auch Spaß und könnte, zumindest theoretisch, den Zweck erfüllen. Aber ich will gernicht so viel weiter auf dem Punkt herumreiten, da du bereits betont hast, dass du die ursprünglich formulierte Prämisse ohnehin nicht ernst meinst und ich eigentlich nur einen besseren Grund zur Ablehnung des Arguments hören wollte, als du ursprünglich geliefert hattest.


Zitat:Ist aber ohnehin müßig, wenn du schlichtweg der Meinung bist, eine waffentechnische Enteignung sei kein gravierendes Einschneiden in das Recht des Schützen, und dass es nicht eines der obersten Staatsziele sein sollte, die Freiheit seiner Individuen so hoch wie möglich zu halten.

In der Tat können wir uns da vermutlich nicht einig werden, wobei ich auch ganz gerne einfach die Argumentation und das Denken meiner Gesprächspartner verstehen lerne. Ich halte Waffenbesitz nicht für ein Grundrecht, sondern für etwas, was der Staat als örtlicher Gewaltmonopolist gewähren und entziehen kann. Selbstverständlich aber natürlich gut begründet. Und naja, Freiheit "so hoch wie möglich" ist nunmal Auslegungssache. Bei Waffenbesitz würdest du wahrscheinlich auch nicht dafür plädieren, dass sich Hinz und Kunz einfach Kriegspanzer samt Uranmunition und Tomahawk-Werfer in den Garten stellen. Mit einer Tomahawk kann man garantiert auch jagen und hätte vermutlich auch sehr "schmerzfreie" Abschüsse, aber naja, auch kein Tier mehr. Twilight happy
Ich wäre schlicht bereit die Grenze restriktiver anzusetzen als du, jedenfalls nach bisheriger Information.

Eine Frage dazu. Sorry, dass ich auf die Halbautomaten zurückkomme, aber es interessiert mich. Nehmen wir einmal an, dass es zweifelsfrei erwiesen wäre, dass ein Verbot von Halbautomatikwaffen tatsächlich den gewünschten Erfolg hätte. Für das Szenario nehmen wir einfach mal an, dass Schusswaffeneinsätze durch Terroristen mit mehr als zehn Toten statistisch fast unmöglich würden, wenn solche Waffen nicht mehr in Privatbesitz kämen, sondern für staatliche Sicherheitsorgane reserviert wären. Umsetzung etc. lassen wir mal in unserem Idealbeispiel außen vor. Unter diesem utopischen Szenario, würdest du dann dem Verlust halbautomatischer Waffen zustimmen?
Denn, wenn ich es bei mir betrachte, ich habe kein vergleichbares Hobby wie Sportschießen, aber wenn es erwiesen wäre, dass mein Hobby direkt Menschenleben fordert, müsste ich nicht lange darüber nachdenken.


Um aber mal gerade voll zu der Christchurch Tragödie zurückzukehren. Ich denke nicht einmal, dass die verwendeten Waffen ein wichtiger Bestandteil der Diskussion sein sollten. Die öffentliche Inszenierbarkeit des Anschlags macht mir da wesentlich mehr zu schaffen. Es gab ja nun schon Forderungen, dass die sozialen Netzwerke da mehr Verantwortung übernehmen sollen. Was denkt ihr darüber?

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22.03.2019
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RE: Terroranschläge in Großstädten
(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  Eine Frage dazu. Sorry, dass ich auf die Halbautomaten zurückkomme, aber es interessiert mich. Nehmen wir einmal an, dass es zweifelsfrei erwiesen wäre, dass ein Verbot von Halbautomatikwaffen tatsächlich den gewünschten Erfolg hätte. Für das Szenario nehmen wir einfach mal an, dass Schusswaffeneinsätze durch Terroristen mit mehr als zehn Toten statistisch fast unmöglich würden, wenn solche Waffen nicht mehr in Privatbesitz kämen, sondern für staatliche Sicherheitsorgane reserviert wären. Umsetzung etc. lassen wir mal in unserem Idealbeispiel außen vor. Unter diesem utopischen Szenario, würdest du dann dem Verlust halbautomatischer Waffen zustimmen?
Denn, wenn ich es bei mir betrachte, ich habe kein vergleichbares Hobby wie Sportschießen, aber wenn es erwiesen wäre, dass mein Hobby direkt Menschenleben fordert, müsste ich nicht lange darüber nachdenken.

Nein, würde ich nicht. Weil ich mich darauf verlasse, dass in der Regel Mechanismen greifen, die der unsachgemäßen Nutzung von Privatwaffen vorbeugen. Es gibt, wie bewiesen, Ausnahmefälle – aber die sind für mich das zwangsläufig hinzunehmende Übel. Meine persönliche Freiheit ist mir wichtiger, als jeden potentiellen Kleinstfaktor für zusätzliche Todesfälle radikal aus der Gesellschaft zu tilgen.

Ich würde beispielsweise auch nicht dem Verlust alkoholischer Getränke zustimmen – obwohl ein generelles Alkoholverbot bundesweit 250 Verkehrsunfalltote im Jahr verhindern würde. An dieser Zahl müssten die Feuerwaffen nach aktuellem Stand äußerst lange stricken; man mache sich an dieser Stelle noch mal die verschwindende statistische Größe bewusst.

(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  Um aber mal gerade voll zu der Christchurch Tragödie zurückzukehren. Ich denke nicht einmal, dass die verwendeten Waffen ein wichtiger Bestandteil der Diskussion sein sollten. Die öffentliche Inszenierbarkeit des Anschlags macht mir da wesentlich mehr zu schaffen. Es gab ja nun schon Forderungen, dass die sozialen Netzwerke da mehr Verantwortung übernehmen sollen. Was denkt ihr darüber?

Wie das? Reaktionszeit nach erster Meldung bis Zensur des Streams verkürzen? Soll meines Erachtens ein Internum der betreffenden Plattform bleiben, sofern eine nicht mehr vertretbare Zeitspanne nicht überschritten wird. Im Regelfall sollten 24 Stunden für die Zensur illegaler Inhalte genügen. Die Inszenierbarkeit sehe ich nicht als das große Problem an – ich denke nicht, dass irgendein Täter diese als finales Durchführungskriterium für die Tat bewertet, somit ist das Kind ohnehin schon im Brunnen.
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30.03.2019
Terran_wrath Abwesend
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RE: Terroranschläge in Großstädten
(21.03.2019)Herr Dufte schrieb:  Finde Waffenrechte auch deutlich weniger interessant, als die faschistische Subkultur welche längst Mainstream geworden ist.
Ja, die linksfaschistische Meinungsdiktatur nerft schon ein wenig...


(22.03.2019)Mc Timsy schrieb:  Um aber mal gerade voll zu der Christchurch Tragödie zurückzukehren. Ich denke nicht einmal, dass die verwendeten Waffen ein wichtiger Bestandteil der Diskussion sein sollten. Die öffentliche Inszenierbarkeit des Anschlags macht mir da wesentlich mehr zu schaffen. Es gab ja nun schon Forderungen, dass die sozialen Netzwerke da mehr Verantwortung übernehmen sollen. Was denkt ihr darüber?
Gebannt und gesperrt wird doch schon die ganze Zeit. Damit fing das Ganze ja an.
Wenn Worte nicht erlaubt sind, dann bleibt nur Aktion.
Ich denke, der Terrorist hat exakt das erreicht, was er ereichen wollte und Medien und politik spielen ihm in die Hand. Es geht ja glasklar aus seinem Manifest hervor, was er ereichen will und warum er es getan hat.

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